Rosenmontagszug in Kesternich

Rosenmontagszug in Kesternich : Weinprobe und Camp Hambi in Kesternich

Für seine bunte Vielfalt ist der Kesternicher Rosenmontagszug bekannt, und das war auch 2019 nicht anders.

Von Sturmtief Bennet, das sich am Mittag beruhigte, hatte sich die KG Lehmschwalbe, frisch gestärkt nach dem 6x11-jährigen Jubiläumsfest im vergangenen Sommer, nicht jeck machen lassen. Dafür wurden Zugteilnehmer und Gäste, die diesmal allerdings ein wenig spärlicher erschienen waren, sogar mit vorübergehendem Sonnenschein verwöhnt. Da passte es auch ins Bild, dass der Elferrat bereits fleißig bunte Primeln verteilte. Entsprechend froh und ausgelassen war die Stimmung dann auch beim Lehmschwalben-Prinzenpaar Jörg I. und Bettina I. Und ebenso beim Kindergestirn Jana I, Paula I. und Anna I., das von einer tollen Kutsche begleitet wurde.

Kräftig am Lautstärkeregler hatte das Einsatzkommando der Sektion Obersee gedreht, und nicht zu überhören war auch die Feuerwehr Kesternich, die in diesem Jahr 112 Jahre alt wird und kräftig die Werbetrommel rührte für das Jubiläumsfest am 17.Mai mit der Band „Dorfrocker“. In absehbarer Zeit „Tipi, Topi“ sollte sich auch das künftige Dorfgemeinschaftshaus präsentieren, lautete ein Wunsch, und eine weitere Forderung hieß: „Mehr Blumen für Kesternich, dann sterben die Bienen nicht“.

Feuer und Flamme für die Kesternicher Feuerwehr. Lautstark und farbenfroh wurde für große Jubiläumsfest der Löschgruppe im Mai die Werbetrommel gerührt. Foto: Peter Stollenwerk

Mario Kart hatte auch seinen Platz im Zug ebenso wie Meister Stange und seine Pumuckl. Dass Motto „Im Karneval machen wir die Manege frei von Tierquälerei“ wurde konsequent umgesetzt, denn die Tiere hatten freien Lauf auf Kesternichs Straßen. Ein „Hambi Camp“ gab es auch in Kesternich, doch hier blieben die Bagger stehen, „um Cordula Grün tanzen zu sehen“. Einen farbenfrohen Blickfang bildete die Winzergruppe, eingehüllt in dicke Luftballons. Auch eine Weinprobe für die Zuschauer war im Angebot.

Auch in Kesternich unterwegs: Mario Kart und seine Freunde. Foto: Peter Stollenwerk

„Ein Prinz, der lag im Walde, ganz still und stumm“, hieß es am Ende des Zuges, womit an eine recht schmerzhafte Anekdote der diesjährigen Tollität auf der Burg Nideggen erinnert wurde. Mit Krach und Qualm bildeten die „Schmidterlinge“ den hammerharten Abschluss, aber im Festzelt auf der Höhe, wo es Preise für die originellsten Gruppen gab, war lange noch nicht Schluss.

(P. St)
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