Radsportler des TuS Lammersdorf bei „Rad am Ring“

Radsportler des TuS Lammersdorf bei „Rad am Ring“ : Über 3000 Kilometer durch die „Grüne Hölle“

„Nürburgring, wir kommen“, lautete auch in diesem Jahr die Devise für die „Laimisch Riders“ der Radsportabteilung des TuS Lammersdorf. Die Truppe um Andreas Krumbeck, Leiter der Radsportabteilung des TuS, war auch in diesem Jahr bei „Rad am Ring“ dabei.

Mit sichtlichem Stolz fasst Krumbeck nach dem Rad-Event mit 9400 Teilnehmern zusammen: „In diesem Jahr waren wir mit Rekordbeteiligung dabei. Mit 22 Startern, jeweils zwei Köchen, technischen Betreuern und Physiotherapeuten war das allein organisatorisch eine neue Herausforderung.“

In Sachen Organisation sind die Laimisch Riders inzwischen aber regelrechte Profis geworden. Man ist schließlich zum achten Mal am Ring dabei. Bereits am Freitag war das 22-köpfige Team mit einem voll beladenen Siebeneinhalbtonner und mehreren Pkw an den Ring gereist, um sich dort häuslich einzurichten. „Was das mitgeführte Material angeht, haben wir inzwischen Routine. Mit dabei waren auch wieder zwei große Zelte von der Lammersdorfer Feuerwehr“, so Michael Krumbeck.

Ganz wichtig auch für die Radsportler: das zweiköpfige „Küchenpersonal“, die Physiotherapeuten, die gegebenenfalls müde Beine wieder munter machen und der technische Support. Die Wichtigkeit dieses Backstage-Bereichs will Krumbeck hervorgehoben wissen. „Das ist schon toll, wenn du mitten in der Nacht beim Fahrerwechsel am Zelt ausgelaugt ankommst und jemand da ist, der dir beispielsweise die Kette ölt. Und dann kannst du nebenbei in unserer Küche auch noch schnell eine Bratwurst oder ein Schnitzel bestellen. Das ist einfach Klasse, was diese Crew da leistet.“

Ein Erlebnis mit Gänsehauteffekt ist dann immer wieder der Beginn des Rennens, wenn sich vor der Startlinie einige tausend Radsportfreaks versammeln. Während man im letzten Jahr unter großer Hitze zu leiden hatte und für die Sportler der Konsum von acht Liter Wasser beim Rennen Normalität war, folgte in diesem Jahr das andere Extrem.

Vor allem bei den 24-Stunden-Rennen für Mountainbikes und Rennräder machte die „Grüne Hölle“ ihrem Namen alle Ehre – Regen, Wind und mehrere hundert Höhenmeter pro Runde verlangten den Startern alles ab. Krumbeck dazu: „Trotz des schlechten Wetters sind wir alle heil nach Hause gekommen. Aber auf der Strecke gab es aufgrund der Wetterverhältnisse auch einige Unfälle. Letztlich bleibt das aber auch nicht aus. Es bleibt trotz aller Faszination immer ein Risiko, wenn man mit 100 Stundenkilometern die Fuchsröhre runter rauscht.“

Insgesamt sind die TuS-Sportler am Ring 3000 Kilometer gefahren und haben und dabei 58.800 Höhenmeter absolviert. Im Mammutpulk der Fahrer waren die Laimisch Riders mit vier Teams und vier Einzelstartern auf der Strecke. Die Truppe des TuS bestand aus drei MTB- und einem Vierer-Rennrad-Team sowie den genannten vier Einzelstartern. Dabei erreichten die Mountainbiker in ihrer Altersklasse Platz vier, fünf und sechs, schrappten also nur knapp an einem Podiumsplatz vorbei.

Als bemerkenswert hebt Michael Krumbeck dabei die Leistung des 15-jährigen Tyler Cremer hervor, der beim 25-Kilometer-Rennen der Mountainbiker in seiner Altersklasse den fünften Platz erreichte: „Das ist schon eine besondere Leistung.“

(ani)