Neue Freiheit mit einem Zuggerät

Spende von Sozialstiftung Simmerath und Lions-Club Monschau : Neue Freiheit mit einem Zuggerät

Michaela Frauenrath war sichtlich begeistert. Das lag sowohl an dem Geschenk, welches sie erhalten hatte, als auch an der Gästeschar, die anlässlich der Übergabe erschienen war.

Vertreter der Sozialstiftung Simmerath und des Lions-Clubs Monschau hatten den Weg nach Strauch gefunden, um der behinderten Dame ein sogenanntes Zuggerät zu überreichen, womit sie für ihre Beweglichkeit im Alltag ohne Zweifel eine neue Lebensqualität erhält.

Mit dem dreirädrigen Gefährt ist man mit bis zu sechs Stundenkilometern unterwegs. Die Kosten von 4600 Euro wurden anteilmäßig von der Sozialstiftung (2000 Euro) und dem Lions-Club übernommen. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, der auch gleichzeitig Vorsitzender der Stiftung ist, freute sich darüber, dass Michaela Frauenrath nun viel mobiler sei und hielt fest: „Wir sind überzeugt, dass wir mit dieser Spende etwas Sinnvolles in die Wege geleitet haben.“

Hermanns erläuterte in dem Zusammenhang auch nochmals die Aufgaben der Stiftung, bei der das operative Geschäft durch Monika Johnen vom Sozialamt der Gemeinde erfolgt. Hermanns wies zudem darauf hin, dass der entsprechende Hinweis für das Zuggerät durch das Ehepaar Bolz aus Strauch an die Sozialstiftung herangetragen wurde.

Hans–Peter Drews, Vorsitzender des Lions-Hilfswerks Monschau, erläuterte bei der Übergabe, dass der 1993 gegründete Lions-Club Monschau jedes Jahr rund 35.000 Euro für soziale Zwecke stiftet. „Wir sind immer dann verfügbar, wenn Not am Mann ist.“ Drews wies auch darauf hin, dass seit 15 Jahren am Simmerather Rathaus, bei der Monschauer Tafel und am Eingang des Rathauses der Stadt Monschau Postkästen des Clubs vorhanden seien. „Wer unverschuldet in Not geraten ist, kann hier eine Nachricht einwerfen. Einfach ein Blatt Papier mit der Schilderung der Situation sowie Name, Adresse und Telefonnummer in den Kasten werfen. Jede Zuschrift wird vertraulich behandelt.“

Mit ihrem neuen Gefährt drehte Michaela Frauenrath gleich eine Runde vor dem Straucher Pfarrheim, wozu Karl-Heinz Hermanns und Hans–Peter Drews anmerkten: „Genießen sie die neue Freiheit.“

(ani)
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