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Kindergarten „Helena Stollenwerk“ Rollesbroich besucht Heimbewohner

Seniorenstift „Seliger Gerhard“ in Simmerath : Mittwochs ist Generationsbrücken-Tag

In freudiger Erwartung laufen die sechs Kinder des Katholischen Kindergartens „Helena Stollenwerk“ Rollesbroich in das Seniorenstift „Seliger Gerhard“. Dort werden sie schon ungeduldig von „ihren“ Senioren erwartet.

Das einmal im Monat stattfindende Treffen gibt es nun schon seit einigen Jahren, mittlerweile gehört die „Generationsbrücke“ zum festen Konzept beider Einrichtungen. Jede Stunde läuft nach einem immer ähnlichen Muster ab, was sowohl den Kindern als auch den Senioren eine Orientierungshilfe bietet. Gemeinsam wird gesungen, getanzt, gebastelt und gespielt.

Heute haben die Kinder Kuscheltiere von zu Hause mitgebracht. Schnell entsteht ein lebhafter Dialog zwischen Alt und Jung über Spielen in der heutigen Zeit und wie es damals war. Von diesem generationsübergreifenden Projekt profitieren alle. Jung und Alt erleben bei den Begegnungen Freude, Verbundenheit und gegenseitige Wertschätzung. „Bei den Senioren werden Erinnerungen an frühere Zeiten wach. Zudem werden bei den gemeinsamen Aktivitäten das Gedächtnis und die Koordination trainiert. Die Lebensfreude der Kinder ist so ansteckend, dass die Senioren regelrecht aufblühen und aktiver werden,“ so Anita Prinz, die Leiterin des Sozialen Dienstes im „Seligen Gerhard“.

Durch die feste Partnerschaft zwischen einem Kind und einem Bewohner baut sich recht schnell eine vertraute Beziehung auf und die Kinder verlieren die Scheu vor den Senioren. Die Kinder erfahren, dass ein älterer Mensch gewisse körperliche Einschränkungen und an manchen Tagen auch mal weniger Energie hat, üben Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft, genießen aber auch die uneingeschränkte Aufmerksamkeit, die ihr Seniorpartner mit ihnen teilt.

„In diesen Begegnungen steckt so viel Herzenswärme. Vor allem für Kinder, die keine Großeltern in der Nähe wohnen haben, ist dies eine wertvolle Erfahrung. Die Kinder erwerben dabei spielerisch wertvolle Kompetenzen und lernen auch, dass man älteren Menschen mit Achtung und Respekt begegnet,“ so Gertrud Mombauer, Leiterin des Kath. Kindergartens „Helena Stollenwerk“.

Diese Begegnungen, die für alle Beteiligten viele Glücksmomente bieten, sind ein wertvoller Beitrag zur intergenerativen Arbeit in der Gemeinde. In der Generationsbrücke bekommen Menschen die Gelegenheit, aufeinander zuzugehen und Freude mit der jeweils anderen Generation zu erleben. So wird einer Isolation entgegengewirkt und ein positiver Beitrag zum altersübergreifenden Miteinander geleistet.