Jubiläum des Antoniushof-Neubaus

Jubiläum des Antoniushof-Neubaus : Eine Erfolgsgeschichte dauert schon zehn Jahre

Es war ohne Zweifel eine kollektive Superleistung, welche die Rurberger mit der Fertigstellung des Neubaus des Antoniushofes vor zehn Jahren gezeigt haben. Nach nur knapp zweijähriger Bauzeit wurde der neue Antoniushof am 14. August 2009 in großem Rahmen feierlich eröffnet.

Heiner Jansen, Geschäftsführer der Vereinsgemeinschaft: „Es ist beispielhaft, was hier geleistet wurde. Darauf sind wir alle sehr stolz.“ Am Samstag, 21. September, lädt die Vereinsgemeinschaft ab 19 Uhr in Rurbergs gute Stube ein, um im Rahmen eines Oktoberfestes mit bayrischen Schmankerln, Wiesnbier und zünftiger Blasmusik das Jubiläum zu feiern.

Jansen: „Das zehnjährige Bestehen ist ein guter Anlass, die Bauphase Revue passieren zu lassen und allen, die damals zur Verwirklichung dieses Projektes beigetragen haben, nochmals herzlich zu danken.“ Heiner Jansen, der wie kein Zweiter über die Bauphasen des Projektes ohne Zuhilfenahme irgendwelcher Unterlagen Auskunft geben kann, hebt hervor, dass sich der Antoniushof im zurückliegenden Jahrzehnt als außergewöhnlicher und beliebter Veranstaltungsort etabliert hat.

Von lokalen und überregionalen Veranstaltungen bis hin zu privaten Festen, Hochzeiten, Ausstellungen, Messen und natürlich den Karnevalsfesten der Kiescheflitscher findet im Antoniushof alles statt, was Lust und Laune macht. Den Reiz der Lokalität macht dabei der wunderbare Ausblick auf den Nationalpark und den Rursee aus, nebst der umliegenden Infrastruktur mit Badesee und dem Nationalparktor, womit sich der Antoniushof zu einem exzellenten Aushängeschild für Rurberg entwickelt hat.

Wer hier ein privates Fest feiern möchte, muss lange vorplanen, worauf Bernd Bongard von der Vereinsgemeinschaft vorsorglich hinweist. Vor allem die Termine am Wochenende werden stark gebucht, was für die allgemeine Beliebtheit des Antoniushofes als Feierstätte spricht.

Die Planungsphase für den Neubau hatte im Herbst 2007 begonnen, als die Gemeinde Simmerath im Halbdunkel der etwas abgestandenen Räumlichkeiten des 50 Jahre alten Antoniushofes die Bevölkerung über ihre forschen Ausbaupläne für den Ausbau zum „sozio-kulturellen Zentrum“ informierte. Dass dann Anfang 2009 in den neuen Räumlichkeiten schon Karneval gefeiert wurde, hatten damals die wenigsten für möglich gehalten. Wenn man sich die Bilder aus der Bauphase anschaut, die vom Ortskartellvorsitzenden Bruno Nellessen wie ein Schatz gehütet werden, erhält man einen Eindruck von der Mammutleistung, welche die Rurberger erbracht haben.

Dabei will Heiner Jansen aber vor allem auch die Leistung des damaligen Bürgermeisters Hubert Breuer hervorgehoben wissen, der zu Beginn seiner Amtszeit die Tourismusförderung zur Chefsache erklärt hatte. „Die Neueröffnung des Antoniushofes war quasi seine letzte Amtshandlung.“ Darüber hinaus habe auch Margareta Ritter, jetzige Bürgermeisterin von Monschau, damals noch im Dienst der Gemeinde Simmerath, entscheidend bei der Planung und Umsetzung mitgewirkt. Jansen erinnert sich auch noch, dass der inzwischen verstorbene Hubert Breuer anfänglich Zweifel am Gelingen des Projektes hatte. Das habe sich jedoch schnell gelegt.

Die über 100 ehrenamtlichen Helfer erbrachten 14.000 Stunden Eigenleistung, womit man auch eine geringe Kostensteigerung des Projektes von den ursprünglich kalkulierten 728.000 Euro verkraftete. Vom Land NRW kam dabei mit 80 Prozent der dickste Beitrag. Bei der offiziellen Einweihung brachte der damalige Regierungspräsident Hans-Peter Lindlar für die erbrachte Eigenleistung noch einmal einen Scheck über 252.000 Euro mit.

Zur großen Feier am Samstagabend werden viele Gäste erwartet.