Generationengenossenschaft stellte sich vor

Hilfe für Senioren : Generationengenossenschaft stellte sich vor

Nachdem sich die Generationengenossenschaft Eifel (Geno Eifel) in den letzten Monaten bereits auf drei Veranstaltungen in Rollesbroich und Simmerath in kleinerem Rahmen vorgestellt hatte, erhielt sie hierzu nun in größerem Rahmen im Sitzungssaal des Rathauses eine weitere Möglichkeit.

Der Einladung dieser Auftaktveranstaltung waren viele Interessierte gefolgt, um sich über die in Kall ansässige „Hilfe-Helfer-Plattform“ für ältere Menschen zu informieren.

Wie Projektkoordinatorin Corinne Rasky und Malte Duisberg von Geno Eifel erläuterten, ist die Genossenschft eine „Hilfe-Helfer-Plattform“, die es insbesondere älteren Menschen ermöglichen soll, das selbständige Leben in den eigenen vier Wänden zu erhalten. Es handelt sich um ein Leitprojekt der „Leader“-Region Eifel, das mit Mitteln des Landes und der EU gefördert wird.

Zur Zeit gibt es ein Geno-Eifel-Büro in Kall, welches für die Städte und Gemeinden Bad Münstereifel, Blankenheim, Dahlem, Hellenthal, Kall, Mechernich, Nettersheim und Schleiden tätig ist. Nun gibt es Überlegungen, eine derartige Hilfe auch für die „Leader“-Kommunen der Städteregion Aachen und des Kreises Düren einzurichten.

Hierzu erklärte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, der auf der Versammlung mit Sabine Andres auch eine Vertreterin der Stadt Monschau begrüßen konnte, dass man nun auch eine Ausweitung des Angebotes von Geno Eifel für die Kommunen Simmerath, Monschau, Roetgen, Hürtgenwald, Nideggen und Heimbach ins Auge gefasst habe. In diesem Zusammenhang soll es dann auch eine Anlaufstelle von Geno Eifel, sprich ein Büro, in der Region geben. Hermanns: „Diesbezüglich sind wir natürlich bereit, Geno Eifel zu unterstützen. Ich bin überzeugt, dass das Angebot von Geno Eifel bei uns Fuß fasst.“

Wie Corinne Rasky erläuterte, nimmt der Anteil der Menschen über 65 Jahren in den kommenden Jahren auch im ländlichen Raum deutlich zu. Durch die ländliche Struktur ergeben sich damit besondere Herausforderungen bei der gesellschaftlichen Teilhabe und der Versorgung älterer Menschen. Im Mittelpunkt steht die Vermittlung zwischen helfenden und hilfebedürftigen Senioren. Dies jedoch nicht in Konkurrenz zu bestehenden Einrichtungen und Institutionen, sondern als ergänzende Einrichtung, die die Bereiche abdeckt, die seitens der bestehenden Einrichtungen nicht erbracht werden. Die Generationengenossenschaft soll mit dazu beitragen, dass ein Leben in den eigenen vier Wänden bis ins hohe Alter möglich wird.

Als Hilfebeispiele nannte Malte Duisberg beispielsweise Begleitungen zum Arzt, Hilfe bei Gartenarbeiten, Einkaufsdienste und Hilfe beim Ausfüllen von Formularen. „Oft fängt das schon bei solchen Kleinigkeiten wie Wechseln einer Glühbirne an, dass ältere Menschen Hilfe brauchen.“

Wie Corinne Rasky mitteilte, gebe es in Simmerath und Monschau schon eine Reihe von Helfer-Angeboten, so dass sich Hilfesuchende in diesem Raum schon an die Genossenschaft wenden könnten. Erfreulich auf der Veranstaltung war, dass einige Interessierte bereits einen Mitgliedsantrag ausfüllten.

Bürgermeister Hermanns erklärte zum Schluss, dass am 16. Mai (17 bis 18.30 Uhr) im Simmerather Rathaus die erste Sprechstunde von Geno Eifel stattfinden wird. „Hierzu können natürlich auch Interessierte aus anderen Kommunen kommen,“ hielt er ergänzend fest.

(ani)
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