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Forstausschuss besichtigt Forstbetriebsmaßnahmen im Gemeindewald Simmerath

Im Gemeindewald Simmerath : Waldschäden aus der Vogelperspektive betrachtet

Wie der Wald von oben aussieht, ist nicht nur interessant anzusehen. Die Bilder, die eine eigens durch die Gemeinde Simmerath dafür angeschaffte Drohne liefert, helfen dem Forstbetriebsleiter und seinem Team auch beim Forstschutz. Schäden können sehr schnell erfasst und dementsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.

Neben dem interessanten Drohneneinsatz konnte den Mitgliedern des Umweltschutz-, Forst und Agrarausschusses der Gemeinde Simmerath bei der jährlichen Besichtigung aber auch deutlich vor Augen geführt werden, welche Schäden der Borkenkäfer in verschiedenen Abteilungen des Gemeindewaldes angerichtet hat, und auch die Schäden des Tornados vom vergangenen April sind noch deutlich zu sehen.

Sehr anschaulich erläuterte Forstbetriebsleiter Dietmar Wunderlich die aktuelle Lage im Wald und zeigte den Ausschussmitgliedern zum Schluss der Besichtigung noch die in 2018 durchgeführten Wegeinstandsetzungsmaßnahmen.

Im vergangenen Jahr konnte wiederum ein deutliches Plus im Forsthaushalt erwirtschaftet werden. Ob dies im laufenden Jahr aufgrund des hohen Kalamitätsaufkommens durch Borkenkäferbefall und Windwurf wieder gelingen wird, ist fraglich bzw. nach jetzigem Stand kaum möglich. Die witterungsbedingten Schäden erstrecken sich auf große Teile Europas und beeinträchtigen den globalen und hiesigen Holzmarkt nachhaltig. Das Fichtenholz wird aktuell zu Tiefstpreisen veräußert. Auf Frischholzeinschlag wird daher zur Zeit verzichtet.

Die Ausschussmitglieder und Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns äußerten ihre Zufriedenheit mit der Waldbewirtschaftung und zollten Forstbetriebsleiter Wunderlich und seinem Team Respekt für ihre forstliche Arbeit. Trotz der Auswirkungen des Klimas und der damit einhergehenden Kalamitäten möchte die Gemeinde Simmerath alles daran setzen, „weiterhin eine profitable Waldbewirtschaftung unter Berücksichtigung des Nachhaltigkeitsprinzips und einer naturnahen Waldbewirtschaftung zu gewährleisten“.