Feuerwehr übt Szenario eines Unfalls nach illegalem Autorennen

Szenario: Unfall bei illegalem Rennen : Feuerwehr übt herausfordernden Ernstfall

An der Unfallstelle im Kurvenbereich der Walter-Bachmann-Straße in Höhe der Schwimmhalle bot sich am Freitagabend ein erschreckendes Bild. Zwei Pkw waren hier nach einem illegalen Autorennen kollidiert, wovon einer im Graben landete und der andere Wagen auf der Straße umgekippt war.

In den Fahrzeugen vier verletzte Personen, wobei sich die Lage mit Eintreffen von Feuerwehr und Rettungskräften dahingehend noch verschärfte, dass ein Fahrzeug Feuer fing. Gleichzeitig kam es zu zwei Bränden in einem nahegelegenen Wohnhaus und im Freizeitzentrum des BGZ, so dass am Ende alle Feuerwehren von Simmerath im Einsatz waren. Gottlob alles nur inszeniert im Rahmen der alljährlichen Gemeindeübung der freiwilligen Feuerwehren von Simmerath.

Bei dem vorgegebenen Szenario waren auch das THW und die Hilfsdienste von DRK und MHD dabei. Gemeindewehrführer Christian Förster dazu: „Hierdurch wird die Zusammenarbeit der örtlichen Löschgruppen untereinander und mit den Kräften der Hilfsdienste gefestigt.“ An den drei Einsatzpunkten wurde allen beteiligten Einsatzkräften trotz Übungscharakter Höchstleistungen abverlangt, da die jeweiligen Szenarien akribisch und realistisch vorbereitet waren. Dazu gehörten auch perfekt geschminkte Verletzte, störende Passanten sowie schimpfende und fotografierende „Unfallbeobachter“, die schließlich mit Nachdruck vertrieben werden mussten.

Der Beigeordnete der Gemeinde Simmerath, Bennet Gielen, machte sich bei der Übung ebenso ein Bild von der Einsatzbereitschaft der einzelnen Löschgruppen und Hilfsdienste wie der stellvertretende Bürgermeister Norbert Brewer und mehrere hochrangige Vertreter der Feuerwehr. Christian Förster hielt erklärend fest: „Die Übungskräfte sollen die Vorgehensweise wie unter realen Bedingungen üben.“

Das war auch bei dem simulierten Brand in einem Mehrfamilienhaus der Fall, mit dem sich die Löschgruppen aus Einruhr, Erkensruhr und Hammer-Dedenborn am Katastrophen-Schutz-Zentrum konfrontiert sahen. Hier war beim Eintreffen der Einsatzkräfte ebensoviel Rauch anzutreffen, wie beim Brand im Freizeitzentrum des BGZ, wo gleich fünf Löschgruppen im Einsatz waren, so dass sich vor dem Brandort ein Großaufgebot von Feuerwehrfahrzeugen befand.

Mit schwerem Atemschutzgerät musste auch hier gearbeitet werden, um die im Gebäude befindlichen Personen zu retten. Dabei konnte man einmal mehr sehen, dass die Einsätze mit Atemschutzgerät für die Wehrleute auch bei Übungen körperliche Höchstleistungen darstellen. Das Freizeitzentrum des BGZ war dabei mit Nebelmaschinen so zugeraucht worden, dass man die Hand nicht vor Augen sehen konnte.

Gemeindewehrführer Christian Försterm hielt zum Übungsende bei der Abschlussbesprechung fest, dass bei dieser Übung unterschiedliche Themengebiete realitätsnah und mit erhöhten Anforderungen an das taktische und technische Können der Einsatzkräfte abgearbeitet worden seien.

(ani)
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