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„Furz mit Folgen“: Ein Restaurantbesuch stellt alles auf den Kopf

„Furz mit Folgen“ : Ein Restaurantbesuch stellt alles auf den Kopf

Die Theaterfreunde Lammersdorf machen Appetit auf ihr neues Stück, dass im Mai an vier Terminen aufgeführt wird.

Kreischend zerteilt die Säge ein langes Rahmenholz, surrend versenken Akkuschrauber unzählige Schrauben in eine große Holzplatte, bis ein weiteres Teil der neuen Bühnenkulisse steht. Zufrieden betrachten Gerd Skropke und Michael Kahl ihr Werk. Sie sind die beiden erfahrenen Kulissenbauer der Theatergruppe im Heimatverein.

In wenigen Wochen ist es soweit. Dann wird die neue Kulisse zum ersten Mal im Pfarrheim als Ganzes aufgebaut. Bis zur Premiere des neuen Theaterstückes am 7. Mai muss alles fertig sein.

„In diesen Pandemiezeiten zu proben, ist schon eine besondere Herausforderung“, berichtet Lothar Berger. Zum eigenen und dem Schutz der anderen hatte sich die Gruppe nur nach entsprechenden negativen Tests getroffen. Trotzdem waren bei den zuletzt rasant gestiegenen Neuinfektionszahlen auch Spieler betroffen, so dass die Proben ausgesetzt werden mussten. „Den Ausfall werden wir durch Sonderprobentermine und zwei intensiven Probenwochenenden wieder aufholen“, erzählt Berger zuversichtlich. Er ist neuer Leiter der Theatergruppe und hatte diese schon einmal bis 2012 geleitet. Im Herbst des letzten Jahres hatte Gerd Skropke die Gesamtleitung wieder an ihn abgegeben, um sich vorrangig dem Spiel und dem Bühnenbau zu widmen.

 Das Ensemble hinter und unter dem Tisch.
Das Ensemble hinter und unter dem Tisch. Foto: Lothar Berger

Das einstudierte Stück heißt „Furz mit Folgen“, stammt aus der Feder von Bernd Kietzke und spielt in einem noblen Restaurant. Dort treffen sich die beiden Familien Rührig und Strack.

Sein ganzes Arbeitsleben hat Elmar Rührig in der Firma seines Chefs Dieter Strack verbracht, und auch sein Sohn Tim fand sein Auskommen im Unternehmen. So gefällt ihm sein Leben: Überschaubar und unauffällig. Nicht so seiner Frau. Sie will mehr, sie will nach oben. Und sie hat einen Plan: Die Einladung des Chefs ins beste Restaurant der Stadt soll den Durchbruch bringen. Sie will damit eine Beförderung für Elmar herausschlagen, und sie will die Sprösslinge der beiden Familien verkuppeln.

Eigentlich fängt der Abend verheißungsvoll an, bis zu dem Punkt, an dem einem der Beteiligten ein übelriechendes Missgeschick entweicht. Nicht nur, dass das peinlich ist, es will auch keiner gewesen sein.

 Die Bühnenbauer Michael Kahl (l.) und Gerd Skrope (r.)
Die Bühnenbauer Michael Kahl (l.) und Gerd Skrope (r.) Foto: Lothar Berger

Aus diesem Fürzlein entsteht ein Orkan an Ereignissen, die nicht nur diesen wichtigen Abend, sondern das künftige Leben aller Anwesenden auf den Kopf stellt. Auch das der umtriebigen Restaurant-Angestellten.

Die Aufführungen finden im Pfarrheim Lammersdorf statt. Wer sich einen kleinen Einblick von dem Stück machen möchte, kann der Theatergruppe auf Instagram folgen. Dort stellt sie unter „theaterfreunde_lammersdorf“ kurze Video-Clips aus den Proben ein.

(red)