Eifelklinik St. Brigida: Im Eiltempo zur neuen Krankenhausküche

Eifelklinik St. Brigida : Im Eiltempo zur neuen Krankenhausküche

Die Eifelklinik St. Brigida erhält im hinteren Bereich des Krankenhausgeländes an der Quadfliegstraße eine neue Küche. An der Frontseite der Eifelklinik an der Kammerbruchstraße stehen zudem am alten Gebäudetrakt bauliche Veränderungen an.

Nachdem vor rund zwei Wochen mit den vorbereitenden Maßnahmen des Küchenneubaus an der Quadfliegstraße begonnen wurde und acht Buchen gefällt werden mussten nahm die Sache nun in dieser Woche Gestalt an. Insgesamt 16 Container-Module wurden mit schwerem Krangerät auf die vorbereitete Unterfläche gestellt und miteinander verbunden. In den Container-Modulen des neuen Küchenkomplexes wird von Kühl- bis zu Lagerräumen alles untergebracht sein.

Die Container-Lösung für die Krankenhausküche war erforderlich geworden, nachdem im Januar Brandschutz- und Lüftungsprobleme in der alten Küche der Eifelklinik behördlich festgestellt wurden.

Schon damals hatte Klinikleiter Andreas Grbic diese Lösung im Visier, da die Container-Module alle Brandschutzauflagen erfüllen und EU-Zertifizierungen haben. In Abstimmung mit der Städteregion Aachen war im Januar mit der Klinikleitung dann eine tragfähige Zwischenlösung zum Weiterbetrieb der alten Küche gefunden worden, wozu Andreas Grbic schon damals festhielt: „Es ist uns und der Artemed-Gruppe wichtig, auch künftig für die Qualität der Essensversorgung selbst verantwortlich zu sein – entgegen dem Trend vieler Krankenhäuser, die sich externer Caterer bedienen.“

Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns äußerte sich positiv zu den schnell umgesetzten Baumaßnahmen des Krankenhaues: „Ich bin erfreut, dass weiter vor Ort für die Patienten des Krankenhauses, die Bewohner des Seligen Gerhard, die Mitarbeiter und die Besucher gekocht wird. Das ist für mich das Wichtigste.“ Im Hinblick auf die erforderlich gewordene Schließung der alten Krankenhausküche aufgrund von Brandschutzbestimmungen erklärte Hermanns: „Natürlich bedauere ich auch, dass für die Schulen aufgrund der bekannten Gründe durch die Eifelklinik nicht mehr gekocht werden kann, wobei ich natürlich für die Vorgaben im Zusammenhang mit dem Brandschutz Verständnis habe.“

Für die Versorgung der Schulen wurde zwischenzeitlich auch eine Lösung gefunden. Hilfe kommt vom Franziskus-Gymnasium in Vossenack. Die dortige Küche wird die Essensbereitstellung für die Schulen des Schulverbandes Nordeifel übernehmen (wir berichteten).

Alter Trakt wird abgerissen

Auf dem Terrain der Eifelklinik stehen demnächst noch weitere bauliche Veränderungen an. Der alte Trakt des Krankenhauses an der Kammerbruchstraße, der jahrzehntelang das Ortsbild prägte, wird abgerissen. Das Gebäude ist schlicht und einfach in die Jahre gekommen und entspricht schon energetisch nicht mehr dem heutigen Stand.

In den rund drei Meter hohen Räumen des Alttraktes wird es im Sommer übermäßig warm, und im Winter bleibt es trotz voll aufgedrehter Heizungen kalt. Man habe sich daher nach langem Überlegen für den Abriss entschieden, erklärt Klinikleiter Andreas Grbic. Wann dieser erfolgen wird, sei noch nicht ganz klar. Man werde aber auf jeden Fall vor dem Winter alle Räume leeren. Was schließlich nach dem Abriss auf der freien Fläche entstehen soll, ist laut Grbic derzeit noch unklar. Dafür sei allerdings klar, dass die Kapelle bei der anstehenden Maßnahme auf jeden Fall erhalten bleibe.

Dieser Anblick ist bald Geschichte: Der alte Trakt des Krankenhauses an der Kammerbruchstraße, der jahrzehntelang das Ortsbild prägte, wird abgerissen. Das Gebäude ist in die Jahre gekommen und eine energetische Sanierung wäre nur mit einem überaus hohen Kostenaufwand verbunden. Foto: Karl-Heinz Hoffmann

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns erklärt zum bevorstehenden Abriss: „Bei dem alten Trakt des Krankenhauses handelt es sich natürlich um ein Gebäude, welches das Ortsbild jahrzehntelang geprägt hat. Insoweit ist es selbstverständlich schade, dass es abgerissen wird.“ Zum anderen könne der Altbau des Krankenhauses nach seinem Kenntnisstand nur mit einem überaus hohen Kostenaufwand energetisch saniert werden. Zudem seien im jetzigen Gebäude die Anforderungen an eine Barrierefreiheit nicht gegeben.

Da Bürgermeister auch Wünsche äußern dürfen, hielt Hermanns schließlich noch fest: „Wichtig ist für mich sicherlich, was nach dem Abriss für eine Alternative kommt. Wenn dort etwas in Hinsicht ärztlicher Versorgung entstehen sollte, würde ich das bestimmt begrüßen.“

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