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Kevelaer-Bruderschaft: Christian Haas zum Ehrenpräfekt ernannt

Kevelaer-Bruderschaft : Christian Haas zum Ehrenpräfekt ernannt

Der „Kopf“ der Kevelaer-Bruderschaft 1813 Simmerath wird ausgezeichnet. Nach drei Jahren Corona-Pause konnte die traditionelle Wallfahrt erstmals wieder stattfinden.

Die Simmerather Kevelaer-Bruderschaft hatte nach dreijähriger coronabedingter Zwangspause zur Buswallfahrt nach Kevelaer am Niederrhein zu Maria, der Trösterin der Betrübten, eingeladen. Schon am Freitag hatten zehn Radler der Hansa-Blasmusik den heißen Weg zum Gnadenort angetreten. Am Sonntag vergrößerte sich diese Gruppe auf 15 Musiker, um der Prozession eine würdige Rahmenbegleitung zu verleihen. Insgesamt waren am Sonntag zwei Busse mit Pilgern in Simmerath gestartet.

Die geistliche Leitung hatte wie gewohnt Pastor Michael Stoffels übernommen, assistiert vom Gemeindereferent Sven Riehn. Innerhalb der Pilgermesse in der Beichtkapelle wurden einige fleißige Pilger geehrt: Für 25 Jahre Pfarrer Michael Stoffels, für 30 Jahre Kerstin Sterk, für 40 Jahre Christel Braun und Ursula Stüttgen, und für sogar 45 Jahre wurde Martina Hoch ausgezeichnet. Für zehnjährige Aktivität in der Bruderschaft erhielten Anna Cremer, Käthe Rinkens und Michael Müller je eine Urkunde, während Karl Braun auf stolze 40 Jahre kam und eine Wanduhr nach Hause entführen durfte.

Monika Steffens, Franz-Josef Birkigt und Berthold Wilden wurden für zehnjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Eine bisher einmalige Ehrung in Form einer historischen Ehrenurkunde wurde dem Noch-Präfekten Christian Haas zuteil: Der Vorstand der Bruderschaft kürte seinen „Chef“ für 27 Jahre ehrenamtliche Führungsarbeit zum „Ehrenpräfekt“. Davon allein 19 Jahre als Präfekt, Vorsitzender, Geschäftsführer und Kassierer. Außerdem koordinierte er die jährlichen Bus-Wallfahrten und die Fuß-Wallfahrten und war Vertreter in überregionalen Gremien.

Als Beisitzer bleibt er dem Vorstand erhalten. Seine Nachfolgerin, Christel Braun, Paustenbach, erhielt aus seinen Händen die symbolische Präfekten-Kette mit besten Wünschen für eine erfolgreiche Arbeit für die Bruderschaft.

Am Sonntagnachmittag folgten trotz 35 Grad Celsius der gemeinsame Kreuzweg und die feierliche Schlussandacht in der Kerzenkapelle, wobei außer den privaten Anliegen auch alle derzeitigen Krisen im gemeinsamen Gebet ihren Niederschlag fanden. Insgesamt war die Freude der Pilger groß, dass nach drei Jahren Corona-Krise wieder eine traditionelle Wallfahrt stattfinden durfte.

(red)