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Alkoholfahrt endet in Zelle: Betrunken auf Streifenwagen aufgefahren

Alkoholfahrt endet in Zelle : Betrunken auf Streifenwagen aufgefahren

Erst betrunken ins Auto gestiegen, dann in Schlangenlinien durch die Eifel getourt und zum Schluss gegen einen Streifenwagen geprallt: Das bedeutete für zwei Männer am Sonntag eine Nacht in der Zelle.

Nach einer folgenreichen Alkoholfahrt durch die Gemeinde Simmerath sind am Sonntag zwei Männer festgenommen worden.

Gegen 17.15 Uhr hatten sich besorgte Bürger bei der Leitstelle gemeldet, berichtete die Polizei am Montag. Sie hatten zwei Männer dabei beobachtet, wie sie offensichtlich angetrunken in ein Auto stiegen und losfuhren. Die Suche nach den Männern verlief zunächst erfolglos. Doch gegen 19.45 Uhr alarmierte ein weiterer Zeuge die Polizei, ein Auto sei in Schlangenlinien vor ihm gefahren.

Diesmal konnten die Beamten den Wagen auf der Landesstraße 266 einholen. Da der Fahrer auf keine Anhaltezeichen reagiert habe, hätten die Beamten das Auto überholt und hinter der Jugendherberge Rurberg vorsichtig abgebremst, heißt es im Bericht. „Womit sie allerdings nicht gerechnet hatten, war der Alkoholisierungsgrad des Fahrers.“ Dieser habe zwar zunächst gestoppt, aber die Funktionsweise seiner Fahrzeugbremse „vergessen“. So fuhr das Auto auf den Streifenwagen auf.

Bei der Kontrolle der beiden 28 und 38 Jahre alten Insassen stellten die verblüfften Polizisten einen erheblichen Alkoholgeruch fest. Da der Fahrer darüber hinaus weder einen Führerschein noch einen Wohnsitz in Deutschland besitzt, wurde er festgenommen,

Mit dieser Entscheidung zeigte sich sein Begleiter laut Polizei jedoch überhaupt nicht einverstanden. Er habe sowohl die Unfallaufnahme als auch den Abtransport seines Mitfahrers gestört. „Zumindest den Abschiedsschmerz konnte man ihm dann nehmen – er wurde daraufhin ebenfalls zur Ausnüchterung in eine Zelle gebracht“, schreibt die Polizei. „Das einzig positive Fazit lautet: Glücklicherweise wurde niemand verletzt!“

(red/pol)