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In Lammersdorf: Arbeiten für Erweiterung des Windparks starten

In Lammersdorf : Arbeiten für Erweiterung des Windparks starten

Der Windpark in Lammersdorf wird weiter wachsen. Die Vorarbeiten für zwei neue Anlagen sollen bald beginnen.

Die Vorarbeiten für eine Erweiterung des Windparks Lammersdorf sollen Ende Oktober starten. Laut Angaben der Stawag werden dort zwei vom Hersteller Vestas gelieferte Anlagen errichtet, die in Summe 11,2 Megawatt Leistung haben und jährlich rund 26 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom produzieren werden. Diese Menge reicht aus, um rechnerisch rund 7.400 Haushalte mit sauberem Strom zu versorgen. Die Gesamthöhe der Anlagen beträgt 200 Meter, der Rotordurchmesser liegt bei 150 Meter.

Insgesamt investiert die Stawag hier rund 17 Millionen Euro. Jährlich würden die beiden neuen Anlagen im Vergleich zur konventionellen Erzeugung 9.500 Tonnen CO2 einsparen, erklärt das Unternehmen. In Betrieb gehen sollen die Anlagen Ende 2023.

Derzeit werden im Windpark Lammersdorf jährlich rund 66.000.000 kWh regenerativer Strom erzeugt. Die Gemeinde profitiert zudem durch Pachtzahlungen der Betreiber. Zusammen mit den sieben bereits in Betrieb befindlichen und den zwei projektierten Anlagen sowie acht privaten Windrädern sollen in Lammersdorf absehbar bis zu 20 Windenergieanlagen Strom liefern.

Bereits Ende 2016 wurde der Windpark im Lammersdorfer Wald mit sieben Windenergieanlagen in Betrieb genommen. Am 26. Februar dieses Jahres hatte der Rat der Gemeinde dann der Erweiterung des Windparks um zwei Windenergieanlagen durch die Stawag Energie GmbH zugestimmt.

Westlich der B399 ist zudem noch eine Waldfläche als Windkraftkonzentrationsfläche ausgewiesen, auf der zwei bis drei weitere Anlagen errichtet werden könnten. Das ist aus der Windkraftpotentialstudie der Gemeinde ersichtlich. Die Verwaltung hatte dem Rat daher im Mai vorgeschlagen, die Fläche kurzfristig durch eine europaweite Ausschreibung anzubieten.

„Unsere Ökobilanz ist schon seit langem positiv. Inklusive der beiden neuen Windräder wird in der Gemeinde Simmerath mehr als doppelt so viel Strom regenerativ produziert wie verbraucht wird. Wir exportieren damit große Mengen umweltfreundlich erzeugten Strom“, sagt Simmeraths Bürgermeister, Bernd Goffart, mit Blick auf den Ausbau der Windkraft.

(ag)