50.000 Besucher zu Rursee in Flammen erwartet

Am Donnerstag geht es los : „Es ist gemäht – Rursee in Flammen kann kommen“

Als Andreas Hesse am Montagabend gegen 19 Uhr auf der Grünfläche hinter dem Nationalparktor und neben dem Eiserbachsee den Rasentraktor anschmeißt, ist das praktisch der Startschuss für die letzten Vorbereitungen zum am Donnerstag beginnenden Rurseefest.

Sander Lutterbach, bei dem die Fäden der Organisation für das größte Event der Region zusammen laufen, stellt nach Ende des Mähvorgangs gegenüber Hesse, der seit diesem Jahr neuer Chef der Festwiese als sogenannter Infrastrukturmeister ist, mit einem Augenzwinkern fest: „Es ist gemäht, Feuerwerk, Querbeat und Rursee in Flammen können kommen.“

So ganz stimmt das natürlich nicht, da bis Donnerstagabend, wenn das 54. Rurseefest mit dem Bürgerabend beginnt, vor dem 14-köpfigen Orga-Team nebst den zahlreichen freiwilligen Helfern noch eine Menge Arbeit liegt. Da die Wetterlage ausgezeichnet ist, kann der Orts- und Verkehrsverein Rurberg-Woffelsbach als Veranstalter davon ausgehen, dass wie im vorigen Jahr wieder um die 50.000 Besucher an den Rursee zu dem viertägigen Event strömen werden. Das ist mit viel Manpower und großem organisatorischen Aufwand verbunden. Ohne die 260 ehrenamtlichen Helfer wäre all dies überhaupt nicht zu stemmen.

Eine Reihe von ihnen ist dann auch schon am Montagabend präsent, um bei arbeitsunfreundlichen 26 Grad mit den ersten Arbeiten zu beginnen. Die acht aufgebauten Kühl- und Bierwagen werden dabei schon einmal in die vorgeschriebenen Positionen gebracht, dann gibt man sich an das „Einmessen“ der Marktstände und der Bühne. „Am nächsten Tag kommen dann die Zaunbauer,“ verrät Sander Lutterbach. Am Mittwochmittag rollt schließlich schweres Gerät an, wenn die Bühne aufgebaut wird.

Auf seine ehrenamtliche Helfercrew ist Orga-Chef Lutterbach mächtig stolz. „Die sind alle nach wie vor wie der Feuer und Flamme für das Fest.“

Mit welchem Herzblut das betrieben wird, sieht man auch daran, dass sich viele Helfer ebenso wie Lutterbach mehrere Tage Urlaub für das Rurseefest nehmen. Neu motorisiert ist Lutterbach im Übrigen auch. Um schnell von einem Einsatzbrennpunkt zum anderen zu kommen, hat er sich einen Roller zugelegt, der natürlich mit Aufklebern des Rurseefestes versehen ist. Welchen Stellenwert das Gefährt für den Besitzer hat, merkte „Biermeister“ Erich Obst, der für Fluss und Kühlung des Gerstensaftes verantwortlich ist, als er den Roller zur Seite schiebt: „Sei vorsichtig, der ist flammneu,“ merkt Sander Lutterbach nahezu besorgt an.

Sorgen um die Auftaktveranstaltung am Donnerstag mit dem Bürgerabend und dem Rurseerock am Freitagabend mit Querbeat macht sich Lutterbach nicht. Für den musikalischen Knaller mit Querbeat sind derzeit noch einige Karten zu haben. „Wer dabei sein will, sollte sich aber beeilen“, meint Sander Lutterbach jedoch dazu.

Infos: www.rursee-in-flammen.de

(ani)
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