Siebtklässler interessiert an Ausrüstung und Arbeit der Feuerwehren

Brandschutzerziehung auf dem Stundenplan in Simmerath : Sekundarschüler im Löschangriff

Sie waren nicht nur begeistert, sondern auch interessiert. 70 Schüler der Sekundarschule lauschten den erklärenden Ausführungen der zahlreichen Feuerwehrleute, als am Freitag auf dem Schulhof und im Gebäude der Sekundarschule Brandschutzerziehung auf dem Stundenplan stand.

Hierzu hatte die freiwillige Feuerwehr auf dem Schulhof mehrere Löschfahrzeuge aufgefahren, was die Angelegenheit natürlich für die Schüler noch interessanter machte. Wie Hauptbrandmeister Timo Hamel, Leiter des Arbeitskreises Brandschutzerziehung der Gemeinde Simmerath, erläuterte, waren bei dieser wichtigen Unterrichtseinheit Feuerwehrleute aus Rurberg, Einruhr und Woffelsbach im Einsatz, um die Schüler der siebten Klassen in Praxis und Theorie des Feuerwehrwesens zu schulen.

Natürlich war bei der Brandschutzerziehung auch ein gewisser Werbeeffekt für die ehrenamtliche Tätigkeit der Wehrleute dabei, wie Hamel erklärte: „Wenn sich hiernach Kinder für ein Mitwirken bei der Feuerwehr interessieren, dann können die sich natürlich gerne mit den Löschgruppen in den Orten in Verbindung setzen."

Auf dem Stundenplan bei der Brandschutzerziehung an der Sekundarschule standen auch zwei Unterrichtsstunden, in denen das Handeln bei Feuer und Unfällen besprochen wurde. Dabei wurden natürlich auch die Entstehungsmöglichkeiten angesprochen, um die Schüler auch hierzu zu sensibilisieren. Zudem wurde durch ein Rauchhaus realitätsnah gezeigt, wie schnell sich Brandrauch in einem Gebäude ausbreitet.

Neben der Theorie stand selbstverständlich auch die Praxis auf dem Schulungsplan. An drei Stationen wurde den Schülern gezeigt, über welche Gerätschaften die Feuerwehr verfügt und wozu diese eingesetzt werden.

An der ersten Station stand ein Hilfe-Leistungs-Löschfahrzeug der Löschgruppe Rurberg. Dort gab es ausführliche Erläuterungen und Vorführungen über die Gerätschaften, die zur Rettung bei Verkehrsunfällen benötigt werden. Da staunten viele Schüler nicht schlecht, was die Feuerwehr hierzu alles im Angebot hat.

An der zweiten Station wurde an einem Löschfahrzeug der Löschgruppe Woffelsbach demonstriert, auf welche Materialien es bei der Brandbekämpfung ankommt. Die dritte Station machte allen Beteiligten offensichtlich am meisten Spaß, weil man an dem Tanklöschfahrzeug das in der Theorie Gelernte in die Praxis umsetzen konnte. Hier hieß es schlicht und einfach „Wasser Marsch", als man bei einem fiktiven Löschangriff mitwirken konnte.

Zum Abschluss der Brandschutzerziehung, dann die stets beliebte Fettexplosion, bei der allen Schülern vorgeführt wurde, was passiert, wenn man falsche Löschmittel wählt. Timo Hamel war am Ende zufrieden mit dem Engagement und dem Interesse der Schüler. Die Brandschutzerziehung wird im Übrigen ein Mal jährlich an der Sekundarschule durchgeführt. (ani)

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