Seriensieger beim Rursee-Marathon

23. Rursee-Marathon in Einruhr : Markus Mey ist in der Form seines Lebens

Zum dritten Mal hintereinander hat Lokalmatador Markus Mey den Rursee-Marathon gewonnen, diesmal in 2:50:50.

Zu seiner Erfolgsserie gehört auch, dass er hier vor drei Jahren beim ersten Ultralauf über 52 Kilometer als Sieger ins Ziel kam – und dass er vor fünf Wochen den Berlin-Marathon in 2:34 gelaufen ist! Und dass er 2019 Deutscher Meister im Marathon in der Altersklasse M45 wurde, ebenso im Crosslauf.

„Am Anfang waren wir noch zu zweit oder dritt zusammen“, erzählte er ganz locker in Einruhr im Ziel, „doch in den Steigungen konnte ich mich absetzen. Ich habe mich von Anfang an und während des ganzen Laufs gut gefühlt. Die Bedingungen waren optimal; man weiß ja, dass die Strecke an einigen Stellen nass und rutschig ist, da läuft man etwas vorsichtiger.“

Wie immer war das gesamte Helferteam des Rursee-Marathon e.V. und darüber hinaus viele befreundete Helfer unermüdlich im Einsatz. „Alle sollen nach Möglichkeit mitmachen können“, hieß es am Sonntagvormittag im Meldebüro, als sich beispielsweise für den 16,5-km-Lauf eine Schlange der Nachmelder bildete. Schließlich ging hierfür die Starterzahl hoch auf 776, beim Marathon waren es 225. Den Ultralauf nahmen beherzte 104 Athleten unter die Schuhe.

Seriensieger Markus Mey. Foto: Anneliese Lauscher

Mit starkem Applaus wurden die Läuferinnen und Läufer auf die Strecke geschickt; unterwegs gab es mehrere Verpflegungsstände, die von Mitgliedern des Rursee-Marathon e.V. betreut wurden, aber auch von Nachbarvereinen, denen dieses außergewöhnliche Laufevent am Herzen liegt. Während die Athleten unterwegs waren, wurden die Gäste vom Moderator Andreas Menz über das Geschehen informiert. Mit ihm haben die Organisatoren einen versierten und engagierten Fachmann gefunden, der bestens in der Läuferszene informiert ist; auch er gehört nun zum Stammpersonal, moderierte er doch zum neunten Mal in Einruhr.

Für die vielen „Wiederholungstäter“, die den Rursee-Marathon aufgrund seiner einmalig reizvollen Strecke lieben, waren die Steigungen nichts Neues. Wer zum ersten Mal dabei war, fühlte sich echt gefordert. „Wusstet ihr, dass die Strecke neun Kilometer bergauf geht?“, fragte ein Läufer seine Fans, als er japsend, aber glücklich ins Ziel kam. Über 16,5 km hieß der Sieger Timo Küpper, er kommt vom LC Euskirchen, seine tolle Zeit: 59:37. Zum neunten Mal auf dieser Strecke siegte Kristina Ziemons vom Skikeller Kaulard & Schroiff,  Zeit: 1:09:30.

Dem Marathon-Sieger folgte erst nach sieben Minuten Pascal Huppertz, Triathlon Team Indeland, in 2:57:36. Und wieder einmal wurde Katrin Esefeld, LG Mettenheim, Marathon-Siegerin, und zwar mit Abstand, ihre Zeit 3:14:15.

Stürmisch wurde der Gewinner des Ultralaufs über 52 km im Ziel begrüßt: Wouter Decock, ABAV. Mit 3:45:54 konnte er den bisherigen Rekord von Markus Mey um eine Minute unterbieten. Schnellste Frau beim Ultralauf war Rebecca Lenger, Selbstläufer SVAltenahr, in 4:27:15. Ein weiterer Bericht folgt.

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