Nordeifel: Sekundarschule Eifel kann kommen

Nordeifel: Sekundarschule Eifel kann kommen

Der Schulfrieden in der Nordeifel ist wieder hergestellt. Nach dem Verlauf der zahlreichen Gespräche, die in dieser Woche geführt wurden, steht der Bildung einer gemeinsamen Sekundarschule Eifel, getragen als Zweckverband von den vier Kommunen Hürtgenwald, Monschau, Roetgen und Simmerath nichts mehr im Wege.

Der Monschauer Stadtrat, der am Dienstagabend tagte, fasste bereits einen entsprechenden Beschluss.

„Isolierung kein guter Weg”

Etwas anders als Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter sehen Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und Hürtgenwalds Bürgermeister Axel Buch allerdings den Startzeitpunkt für die Sekundarschule.

Während man in Monschau davon ausgeht, dass aufgrund der umfangreichen Vorarbeiten die Umsetzung erst zum Schuljahr 2013/14 realisierbar ist, hält man in den beiden Nachbarkommunen den Start bereits zum kommenden Schuljahr für durchaus möglich.

„Wenn die jetzt anstehenden Gespräche kurzfristig geführt werden, steht dem nichts im Wege”, meint Axel Buch zuversichtlich. Auch Karl-Heinz Hermanns sieht diese Chance, „falls in den wesentlichen Fragen ein Konsens erzielt wird.” Die Details könnten dann noch im Laufe des kommenden Jahres geklärt werden.

Die Wiederaufnahme der festgefahrenen Gespräche zwischen Monschau und Simmerath war auch ein Anliegen von Axel Buch. Man sei zwar bereits in „sehr konkreten Gesprächen” mit Simmerath zur Bildung einer Sekundarschule gewesen, aber die Isolierung Monschaus habe er nicht als guten Weg gesehen.

Um so mehr begrüße er jetzt die Rückkehr an den Verhandlungstisch im Sinne einer gemeinsamen Lösung, „bei der niemand unter den Tisch fällt.” Es sei im Sinne der Kinder und Eltern, dass vor Ort ein Schulangebot unterbreitet werde, kommentiert Buch die Standortfrage der Sekundarschule, die auch ein Thema in den anstehenden Eifeler Runden sein wird.

Den Durchbruch zur Erzielung des Schulfriedens und damit verbunden eine neue Beschlusslage brachte ein gemeinsames Gespräch bei der Bezirksregierung am vergangenen Montag mit den Bürgermeistern sowie Städteregionsrat Helmut Etschenberg und dem Kreis Düren. „Bei diesem Termin gab es eindeutige Aussagen zur Genehmigungsfähigkeit einer Sekundarschule”, sieht Karl-Heinz Hermanns den entscheidenden Auslöser für die neuen Überlegungen.

Als Eckpunkte für die gemeinsamen Gespräche sieht Hermanns die Aufstellung eines pädagogischen Konzepts und die „Unverzichtbarkeit eines Schul-Standortes Simmerath.” Dies müsse aber nach Lage der Dinge machbar sein. Eine Lösung mit drei Standorten sei sicher im Sinne von Eltern und Schülern. „Das würde auch die Akzeptanz der Schule erhöhen.”

In der Monschauer Ratssitzung hatte Margareta Ritter das Angebot einer Sekundarschule als den richtigen Weg bezeichnet. Die Eltern erwarteten jetzt „Antworten auf ihre Fragen”. Mit dem gefassten Beschluss stelle sich Monschau dieser Verantwortung. Von den Kooperationspartnern erwarte man, dass diese ebenfalls ihre Beschlüsse modifizierten.

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