Nordeifel: Seit 38 Jahren helfen die Eifeler Leprakreise beim Heilen

Nordeifel: Seit 38 Jahren helfen die Eifeler Leprakreise beim Heilen

Die aktiven Helfer der 1978 entstandenen Leprakreise in der Region Eifel sind schon über Jahre und Jahrzehnte zur Stelle, um durch Hilfsprojekte und Basare die an Lepra erkrankten Menschen in Entwicklungsländern durch Geld- und Sachspenden zu unterstützen.

Diese Spenden dienen der Arbeit des 62-jährigen französischen Leprachirurgen Dr. Remy Rousselot, der im Leprahospital „Ghandiji Seva Niketan“ (die ausgestreckte Hand Gandhis) in Bhubaneswar im indischen Bundesstaat Orissa die kostenlose chirurgische Behandlung der deformierten Gliedmaßen der Erkrankten vornimmt und die Rehabilitation der geheilten Patienten übernimmt.

Kürzlich stellte Dr. Rousselot der Aktion Mission und Leprahilfe Schiefbahn, zu der auch die verbliebenen Eifeler Leprakreise gehören, seinen Jahresbericht 2015 vor. Mit seinem kleinen Helferteam von fünf Einheimischen führte Dr. Rousselot im vergangenen Jahr 648 Operationen an Händen und Beinen von Leprakranken durch. In sieben Fällen war der Aussatz bereits so weit fortgeschritten, dass Beine amputiert werden mussten. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr im „Gandhiji Seva Niketan Leprosy Rehabilitations Center“, das vor zwölf Jahren mit Hilfe der Aktion auf 50 Betten aufgestockt wurde, 280 Patienten stationär aufgenommen und behandelt.

„Auch im Jahre 2015 wurden in unserem Leprahospital die Betten nie kalt!“, schreibt der Leprachirug und fährt fort: „Dank des selbstlosen Einsatzes des Helferteams im Hospital liegen die Kosten für einen Tag und eine Nacht ‚by full board‘ (Vollpension) bei sagenhaften 5,37 Euro.“ In Deutschland liegt der vergleichbare Preis etwa hundertfachfach höher.

Dr. Rousselot bedankt sich bei den Spenderinnen und Spendern der Aktion Mission und Leprahilfe Schiefbahn für die verantwortliche Mitsorge um die „Outcasts“, den wegen ihrer bösen Erkrankung aus der Gesellschaft „ausgesetzten“ Menschen, denen sie neue Hoffnung und Hilfe geben. Damit auch im laufenden Jahr Leprakranke behandelt werden können, bittet die Aktion um Unterstützung und Spenden. Schon für 110 Euro kann ein Leprakranker geheilt werden. Für ambulante und stationäre Patienten steuert die Leprahilfe Schiefbahn mehr als 35.000 Euro im Jahr bei.

Die nächste Gelegenheit, die Leprahilfe zu unterstützen, aber auch mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern über ihre Arbeit ins Gespräch zu kommen, hat man bereits am Sonntag, 25. September, von 11 bis 18 Uhr in Imgenbroich: Dann ist der Leprakreis Imgenbroich wieder mit seinem Waffel- und Verkaufsstand auf dem Monschauer Wirtschaftstag im Zentrum von Imgenbroich vertreten. „An unserem Stand werden wieder hausgemachte Marmeladen und Liköre sowie handgestrickte Socken und andere Handarbeiten angeboten. Und natürlich backen wir die leckeren Waffeln“, berichtet Leiterin Paula Völl. Der Erlös geht wie immer komplett an das Krankenhaus in Indien Bhubaneswar.

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