Sehr buntes Programm vom 16. bis 25. August auf der Burg Monschau

Monschauer Festspiele 2019 : Vom Youtube-Star bis zum Kult-Barden

„Da ist ja Heino!“ rief die Monschauer Briefträgerin erstaunt, als sie am Donnerstagmorgen dem unverwechselbaren Sänger in der Stadtstraße fast in die Arme lief. Es war tatsächlich der blonde Barde, der da vor dem Eingang der Mon-Touristik stand. Heino war nach Monschau gekommen, um gemeinsam mit den neuen Machern der Festspiele das zehntägige Programm des Sommer-Events auf der Burg zu präsentieren.

Der Auftritt des 80-Jährigen unter dem Titel „Heino rockt Monschau“ am Samstag, 17. August, sei ein absolutes Highlight im diesjährigen Konzertreigen, sagte Programmchef Helmut Lanio bei der Präsentation. „Und Heino hat die breiteste Zielgruppe – musikalisch wie altersmäßig“, so Lanio. Während die Plattenindustrie überall über schleppende Verkäufe klage, bringe Heino bis heute seine Tonträger an den Mann (und die Frau). 50 Millionen wurden alleine bis 2013 gezählt. „Und tschüss“ heißt seine Abschiedstournee, in deren Rahmen er dann auch im August in Monschau letztmalig auf der Bühne zu erleben ist. Wahrscheinlich. „Das Publikum und meine Fans haben mich zu dem gemacht, was ich bin. Ihnen habe ich alles zu verdanken“, meinte Heino, der mit bürgerlichem Namen Heinz-Georg Kramm heißt, beim Pressetermin beinahe demütig.

Natürlich haben die Festspiele 2019, wie schon zu Jahresbeginn berichtet, noch weit mehr zu bieten. Vom Startrompeter Till Brönner mit seinem kongenialen Kontrabassisten Dieter Ilg zum Auftakt über die große Oper „Carmen“ (mit über 100 Mitwirkenden!) und den zum Musiker avancierten Tatort-professor Jan-Josef Liefers („Radio Doria“) bis hin zum Bombast-Rock der 80er-Jahre mit der kanadischen Band „Saga“ zum Abschluss am 25. August. Dazwischen haben sich mit Gregor Meyle und den Höhnern zwei Vorjahres-Glanzpunkte mit ihren famosen Auftritten gleichsam selbst wieder eingeladen, freute sich Helmut Lanio. Bei der vierten Auflage der klassischen Variante des Höhner-Konzerts wird übrigens erstmals ein Musiker aus der Eifel an den Drums sitzen: Heiko Braun, der aus Simmerath stammt, ist bekanntlich seit Herbst Schlagzeuger der Kölner Kultband.

Apropos Kult: In der jungen Generation hat diesen Status bereits die 26-jährige Singer-Songwriterin Lea erreicht, die vor allem über das Videoportal Youtube bekannt geworden ist. „Das Engagement dieser jungen Künstlerin war nur möglich, weil unser ältester und treuester Sponsor noch eine Schippe draufgelegt hat“, meinte Helmut Lanio. Augenzwinkernd merkte er an, dass man derzeit noch in Verhandlungen bezüglich der Unterbringung von Lea und ihrem offenbar gewaltigen Tross stehe. „Entweder kommt sie mit dem Nightliner oder wir müssen noch irgendwo 18 Hotelzimmer auftun, die wir in der Festivalwoche eigentlich gar nicht mehr haben.“

Der Dank von Helmut Lanio und von Margareta Ritter für die Mon-Touristik ging an das neue Team der Festival-GmbH mit Ruth Breuer und Rolf Kaulard sowie „an den besten Bauhof der Welt“, der bereits in 14 Tagen mit den Vorbereitungen für die Festspiele 2019 beginnen wird.