Konzen: Schwimmhalle: SPD Monschau leckt noch immer ihre Wunden

Konzen : Schwimmhalle: SPD Monschau leckt noch immer ihre Wunden

Auf der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Monschau wurden kommunalpolitische Themen angeregt diskutiert; der Vorstand wurde ergänzt. Noch immer schmerzt die Niederlage, die die Genossinnen und Genossen mit ihrer Idee einer gemeinsamen Schwimmhalle für Monschau und Simmerath hinnehmen mussten.

Dieses Thema nahm im Rückblick einen breiten Raum ein. Gregor Mathar, der Fraktionsvorsitzende der SPD im Stadtrat Monschau, erinnerte daran, dass eine Interessengemeinschaft sehr viel Arbeit investiert und vehement versucht habe, die Bevölkerung bei der Entscheidung mit einzubinden; schließlich sei aber aus Simmerath die Information gekommen, man wolle dort ein eigenes neues Bad bauen.

Franz-Josef Hammelstein, der aus Lammersdorf zu Gast war, merkte an, dass auch die SPD-Fraktion im Simmerather Rat eine gemeinsame Schwimmhalle gewollt habe; und hier sei umgekehrt die Information geschleust worden, dass Monschau sich zum Neubau entschieden habe.

„Wenn in der Stadt Monschau und in der Gemeinde Simmerath die SPD eine Mehrheit gehabt hätte, dann würde eine gemeinsame Schwimmhalle gebaut”, fasst Gregor Mathar zusammen und betonte erneut, dies sei auf Dauer wirtschaftlicher gewesen. Bernd Kreutz hält es für einen „Schildbürgerstreich”, so eine Halle zu planen mit ungeklärten Folgekosten.

70 Erzieherinnen fehlen

Brigitte Olschewski, die als Ortsvereinsvorsitzende auf Schwerpunkte der Parteiarbeit Rückschau hielt, hob hervor, dass man beim Landtagswahlkampf den Kandidaten Stefan Kämmerling nach Kräften unterstützt habe. Dieser habe ein gutes Ergebnis erzielt, „und wir haben dazu beigetragen, dass wir nun eine rot-grüne Regierung in Düsseldorf haben”, meinte Olschewski.

Sie begrüßt grundsätzlich die Vorstellung des neuen Zentrenkonzeptes für die Stadt Monschau, das weitere Ansiedlung von Gewerbe in Imgenbroich vorsieht. Dieses Konzept und die Schulpolitik sieht Brigitte Olschewski als zentrale Themen der zukünftigen Kommunalpolitik.

Demografische Entwicklung

Dem stimmte Gregor Mathar zu, der auf die demographische Entwicklung hinwies und für immer weniger Schüler eine sinnvolle Beschulung und gemeinsame Planungen mit Roetgen und Simmerath.

Seine Frage nach dem Ausbau der Betreuung von unter dreijährigen Kindern richtete er an Martina Rader, die als Mitglied im Städteregionstag bereitwillig Auskunft gab: „Uns fehlen 70 Erzieherinnen, um die Kindergärten und Tagesstätten zu bestücken. Wie wir die personellen Fragen in den Griff bekommen sollen, das sehe ich zurzeit noch nicht.”

Auch die „Inklusion”, wörtlich der „Einschluss”, wird in der Schulpolitik noch heiß diskutiert werden. Gemeint ist, dass alle zu Unterrichtenden, ob behindert oder nicht, gemeinsam unterrichtet werden. „Ab 2013 wird es in Deutschland keine Förderschulen mehr geben”, ist Martina Rader überzeugt.

Neu im Vorstand der SPD Monschau ist ab sofort Roland Krökel aus Mützenich, er folgt Erwin Jansen aus Höfen, der beruflich zu sehr eingespannt ist, als Beisitzer.