Simmerath: Schule des Hörens in der Simmerather Bücherei: Requisiten tabu

Simmerath: Schule des Hörens in der Simmerather Bücherei: Requisiten tabu

Profi-Erzähler, Kinder und Jugendliche begegneten einander bei der Schule des Hörens. Die Ersteren berichteten über die großen und kleinen Dinge des Lebens. Die Letzteren hörten gespannt zu. Bei der Schule des Hörens sind Requisiten und Bühnenbilder tabu.

Stattdessen gibt es nur eine Geschichte, einen Erzähler und die Zuhörer. Erzählerin Regina Sommer aus Aachen, die bereits seit Jahren den „normalen“ Schulalltag bereichert, war zum wiederholten Mal in der Gemeindebücherei zu Gast und erzählte vor Schülern der Offenen Ganztagsschule Simmerath.

Dort gab die renommierte Märchenerzählerin unter anderem Geschichten von Tieren und Hexen zum Besten und trug sie den Schülern mit viel Körpereinsatz und Stimmakrobatik vor, so dass den Kindern das Zuhören und Mitmachen nicht schwer fiel.

So intonierten die Kinder routiniert den Anflug und die Landung der Hexe Baba Jaga. In der Geschichte erwischt diese Figur einen Zwerg, den sie aber letztlich nicht verspeisen kann.

Kichern und Stöhnen im Publikum

Häufiges Kichern und ungläubiges Stöhnen des jungen Publikums erfüllte die Bücherei, als vom einfältigen Jack die Rede war, der die Hälfte seines Lebens im Bett verbringt und trotzdem am Ende König von England wird.

Das Ziel der Schule des Hörens ist es, eine Verbindung von akustischer und sozialer Wahrnehmung mit eindrucksvoller künstlerischer Umsetzung auf der einen und spontaner, begeisterter Rückmeldung auf der anderen Seite zu schaffen. Die Schule des Hörens dient der Kommunikation, der interkulturellen Begegnung sowie der Vermittlung von Sprachkompetenz.

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