Nordeifel: Schulanmeldungen ohne große Veränderungen

Nordeifel: Schulanmeldungen ohne große Veränderungen

Die Schulen in der Nordeifel werden nach heutigem Stand im August mit der gleichen Anzahl an Eingangsklassen in das neue Schuljahr starten wie im vergangenen Sommer. Dies geht aus den Anmeldezahlen hervor, die den Schulverwaltungen nunmehr vorliegen.

Das Anmeldeverfahren teilte sich in diesem Jahr für die weiterführenden Schulen in einen vorgezogenen Zeitraum (Ende Januar/Anfang Februar) und den regulären (Mitte/Ende Februar) auf, in dem die Eltern ihre Kinder für die fünfte Klasse der Sekundarstufe I oder die Jahrgangsstufe zehn (EF) eines Gymnasiums anmelden konnten.

Sekundarschule Nordeifel: Für das vorgezogene Anmeldeverfahren wurde dabei unter Bezug auf eine Verfügung der Bezirksregierung Köln nur die Sekundarschule Nordeifel zugelassen. Gleichwohl kam es auch nach dem Ende der Anmeldefrist am 5. Februar noch zu einigen Anmeldungen für die Sekundarschule, wie Andrea Compes vom Schulverband Nordeifel nun bestätigte.

Danach wurden insgesamt 60 Schülerinnen und Schüler für den Standort Simmerath angemeldet sowie 54 Mädchen und Jungen für den Standort Hürtgenwald. Die Gesamtzahl der Anmeldungen ging mit 114 demnach gegenüber dem Vorjahr (123) leicht zurück, die Zahl der Klassen (drei in Simmerath und zwei in Hürtgenwald) bleibt identisch.

Für insgesamt elf Schüler wurde sonderpädagogischer Förderbedarf beantragt, weitere Plätze für Förderschüler werden freigehalten, so die Schulverwaltung.

Die 2012 gegründete Sekundarschule zählte zum Stichtag 1. Oktober 2015 noch 398 Schüler, inzwischen dürfte aber die 400er-Marke überschritten sein, da auch im laufenden Schuljahr immer wieder Kinder von anderen Schulen aufgenommen werden.

Die 398 Schülerinnen und Schüler teilen sich auf in 234 am Standort Simmerath (neun Klassen, 5. bis 7. Schuljahr) und 164 in Hürtgenwald (sechs Klassen).

St.-Michael-Gymnasium: Nahezu unverändert ist die Zahl der Anmeldungen für die Klasse fünf am Monschauer St.-Michael-Gymnasium, hier wurden 79 derzeitige Viertklässler angemeldet. Im Vorjahr waren während der Anmeldefrist 77 Anmeldungen erfolgt. De facto besuchen aktuell 82 Mädchen und Jungen die drei fünften Klassen am MGM. Erhöht hat sich am Monschauer Gymnasium die Zahl der Anmeldungen für die Oberstufe; 17 Jugendliche stießen vor einem Jahr von anderen Schulen oder Schulformen zur EF („Einführungsphase in die gymnasiale Oberstufe“ ) auf der Haag, diesmal waren es bisher 25.

Mit 809 Schülern zum Stichtag ist das St.-Michael-Gymnasium nach wie vor die personell größte Schule in der Nordeifel, wenngleich die Gesamtzahl gegenüber 2014 um 31 zurückging. Trotz der erhöhten Anmeldezahl für die EF wird die Zahl weiter zurückgehen, da die Zahl der Anmeldungen für Klasse fünf (79) nicht die Zahl derer, die nächste Woche in die Abiturprüfungen starten und das MGM im Sommer verlassen (111) kompensiert.

Franziskus-Gymnasium Vossenack: Auch das Franziskus-Gymnasium Vossenack schickt zum neuen Schuljahr wieder zwei große Eingangsklassen ins Rennen. Bei 68 Anmeldungen mussten in diesem Jahr wieder einige Bewerber an eine andere Schule verwiesen werden, wie es unlängst im Schulausschuss hieß.

Mit 587 Schülerinnen und Schülern am Stichtag ging die Gesamtzahl auch hier um 17 zurück. Allerdings verlässt mit 65 angehenden Abiturienten im Sommer eine zahlenmäßig kleinere Q2 das private Gymnasium. Das FGV ist nur in der aktuellen Klasse sieben drei-, ansonsten durchgängig zweizügig.

Mädchenrealschule Monschau: Zugelegt auf einen neuen Höchststand bei der Gesamtschülerzahl hat von 2014 auf 2015 die Bischöfliche Mädchenrealschule, die nun 537 Mädchen (+17) zählt. Allerdings wurden dort bislang für das kommende fünfte Schuljahr nur 76 Mädchen aufgenommen; im laufenden Schuljahr besuchen 88 junge Damen die drei fünften Klassen am Burgau.

Da mit 94 jungen Damen ein quantitativ starker Zehner-Jahrgang St. Ursula im Juni „Adieu!“ sagt, wird auch hier die Gesamtschülerinnenzahl zum nächsten Stichtag im Oktober 2016 geringer ausfallen.

Elwin-Christoffel-Realschule Monschau/Hauptschule Monschau-Roetgen-Simmerath: Zum vierten Mal werden an den beiden auslaufenden Schulen keine Eingangsklassen gebildet; aktuell sind an beiden Schulen unter dem gemeinsamen Dach der ECR nur noch die Klassen acht bis zehn vertreten.

Naturgemäß reduzierte sich dadurch die Schülerzahl der Hauptschule weiter um 46 auf 83 zum 1. Oktober 2015, 215 Jungen und Mädchen (-86) besuchen aktuell noch die Realschule.

Entlassen werden im Juni in Monschau 38 Haupt- und 76 Realschülerinnen und -schüler.

Im Monschauer Schulausschuss wurden die Anmeldezahlen der weiterführenden Schulen allgemein mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen. Die Zahlen würden auch zeigen, dass das Angebot im Bereich der Sekundarstufe I in der Eifel trotz des Auslaufens von Haupt- und Realschulen ausreichend sei.

Bürgermeisterin Margareta Ritter, die auch Vorsteherin des Schulverbands Nordeifel ist: „Trotz intensiver Werbung aus dem Schleidener Raum haben wir dorthin und auch nach Aachen kein Monschauer Kind verloren.“