Schützenbrüder bestimmen das Monschauer Stadtbild

Europäische Gemeinschaft aus sieben Nationen : Schützenbrüder bestimmen das Stadtbild

300 Vertreter aus sieben Nationen der Europäischen Gemeinschaft der Historischen Schützenbruderschaften sind seit Freitag zu Gast in Monschau und Höfen.

Pünktlichkeit und Disziplin sind für Schützenbrüder selbstverständlich, und sie wissen selbstverständlich auch, auch wo der Treffpunkt liegt: Also war es auch überhaupt kein Problem, dass sich am Freitag pünktlich um 13 Uhr rund 300 Schützenbrüder aus verschiedenen Nationen zum einem Gruppenfoto vor dem altehrwürdigen Roten Haus in der historischen Monschauer Altstadt trafen. Anlass für dieses eindrucksvolle Bild der Erinnerung war die dreitägige Herbsttagung der Europäischen Gemeinschaft der Historischen Schützenbruderschaften (ESG).

Der Bauhof der Stadt Monschau hatte eigens eine kleine Tribüne errichtet, und die bunte Schar der mit Orden und Ehrenzeichen reich dekorierten Schützenbruder war auch für die zahlreichen Touristen ein willkommenes Motiv. „Schön, dass es geklappt hat“, sagte Bezirksbundesmeister Kurt Bongard aus Dedenborn, bei dem vor Ort die organisatorischen Fäden zusammenliefen.

Ausrichter des internationalen Schützentreffens ist der Bezirksverband Monschau, der vor zwei Jahren den Zuschlag erhielt und seitdem mehr oder weniger intensiv mit den Vorbereitungen befasst ist. Die ersten Kontakte zu dieser Großveranstaltung wurden bereits beim Bundesköniginnentag 2004 in Simmerath geknüpft.

Dass Monschau nun 15 Jahre später die erste Wahl für die Herbsttagung war, hängt sicherlich auch damit zusammen, dass Höfen am Wochenende Schauplatz des Bezirksschützenfestes ist und Bundesmeister Kurt Bongard dieses Amt seit 25 Jahren ausübt sowie seit 40 Jahren ein Aktivposten im Vorstand des Bezirksverbandes Monschau ist. „Auch die Attraktivität der Monschauer Altstadt ist ein wichtiger Grund, dass wir die Tagung ausrichten können“, ergänzt Norbert Breidenich, der Bezirksschriftführer und Brudermeister der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Höfen.

Vertreter aus sieben Nationen

Untergebracht sind die insgesamt 400 Teilnehmer der Herbsttagung in Hotels im Stadtgebiet Monschau. Vertreter aus insgesamt sieben Nationen sind zu Gast. In diesem Zusammenhang erwähnt Breidenich auch die kompetente Unterstützung der Monschau-Touristik im Vorfeld bei den vielen organisatorischen Fragen.

Im Anschluss an den Fototermin bewegte sich Schützengesellschaft in die Markthalle, wo Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter die illustren Gäste begrüßte. Sie hob die gesellschaftliche Bedeutung der Schützenbruderschaften in der Stadt hervor und versprach, dass man als Gastgeber „alles gegeben hat, dass sie sich wohlfühlen.“

Unter den Gästen befanden sich auch hohe Würdenträger wie der Europaprinz und der Europakönig, die jeweils für drei Jahre ihr Amt sind.

Die freundliche Begrüßung erwiderte Prinz von Merode, der Präsident der ESG, mit Komplimenten an den Veranstaltungsort Monschau. Die meiste Zeit verbringen die Teilnehmer am Wochenende in Höfen, wo bestimmt auch auch schon erste Verabredungen für das Europafest der Schützen im Jahr 2021 in Belgien getroffen werden. Hierzu werden rund 30.000 Teilnehmer erwartet.

(P.St.)