Monschau: Schüler unterstützen Bruder Theo Call

Monschau: Schüler unterstützen Bruder Theo Call

Die Siebtklässler der Hauptschule Monschau haben gebacken wie die Weltmeister. René Mertens, Benjamin Dietrich und Mathias Förster haben sich besonders ins Zeug gelegt und rekordverdächtige 200 Donuts zubereitet.

Die sind bei den Schulkameraden natürlich heiß begehrt. Sie stürmen den Verkaufsstand in der Pausenhalle und füllen die Spendenkasse. 55 Euro haben die Schüler eingenommen. Ein guter Anfang für das Schülerprojekt.

55 Euro - Geld, das Bruder Theo Call in Tansania dringend braucht. Was damit geleistet werden kann, haben die Schüler gleich nach dem Kassensturz ausgerechnet. „Bruder Theo Call braucht 11 Euro, damit ein Kind ein Jahr lang zu Schule gehen kann”, erklärt René. „Also können von 55 Euro schon mal fünf Kinder ein Jahr lang zu Schule gehen.” Das spornt an. Die Monschauer Schüler wollen noch mehr Kindern das ermöglichen, was für sie so selbstverständlich ist.

Was der Missionar in Afrika alles auf die Beine gestellt hat, das hat Martin Krings, der Vorsitzende des Fördervereins Bruder Theo Call, den Kindern erzählt. Er hat erzählt, dass Theo Call in Kabanga Schulen und Krankenhäuser baut. Dort kümmert er sich um alle Menschen - um Menschen mit Behinderung, um Flüchtlinge und auch um Albinos, die in Afrika in großer Gefahr leben.

„Der Mann für alle Fälle” wird Call dort genannt, er ist Schreiner, Schlosser, Automechaniker und Firmenchef in einem. Das alles hat Maximilian, Eva, Benjamin und die anderen Jugendlichen beeindruckt und motiviert. Den Afrikamissionar aus Konzen wollen die Schüler gerne regelmäßig unterstützen. Eine weitere Aktion haben sie schon umgesetzt. Nach den süßen Muffins und Donuts haben sie in der Pause Sandwich-Toasts verkauft und damit schon fast doppelt so viel verdient wie beim ersten Verkauf. In Schulbesuchen gerechnet: Zehn weitere Kinder können ein Jahr lang zur Schule gehen. „Es ist ein gutes Gefühl, anderen Menschen zu helfen”, findet Maximilian. „Und es ist auch toll, dass wir statt Unterricht zu machen, gekocht und gebacken haben”, fügt Benjamin grinsend hinzu.

„Meine Oma hat auch schon für Bruder Theo Call gespendet”, erzählt René. Sie hat Kindersocken gestrickt und nach Afrika geschickt. Dafür hat Renés Oma sogar einen Dankesbrief aus Afrika bekommen. Vielleicht flattert so einer ja auch bald in den Briefkasten der Schule.