Kleinhau: Schüler sammeln Geld für indianische Kinder

Kleinhau : Schüler sammeln Geld für indianische Kinder

Für die Schüler in Kleinhau ist es seit zwei Jahrzehnten gelebte Tradition. Einmal im Jahr werden die Laufschuhe geschnürt und Spenden gesammelt. Alles zur Unterstützung von indianischen Kindern im „Centro Cultural Masis“ in El Alto, Bolivien.

Was an der Gemeinschaftshauptschule angefangen hat, wird heute und in Zukunft von den hiesigen Schülern der Sekundarschule Nordeifel fortgesetzt. Wie wichtig die Arbeit der kleinen Schule aus der Eifel ist, unterstreicht ein Fakt: Man ist mittlerweile deutschlandweit der größte Einzelspender für den Verein Bolivien-Brücke e.V., welcher die Schnittstelle zum „Centro Cultural Masis“ in Sucre, Bolivien ist.

Auch in diesem Jahr schnürten die mehr als 300 Schüler der Sekundarschule Nordeifel am Standort Hürtgenwald gemeinsam mit den Zehntklässlern der Hauptschule wieder die Schuhe und erliefen über 6000 Euro Spendengelder für die Bolivianer. Als Dank gaben Musiker der Gruppe „Los Masis“ den jungen Menschen ein Konzert in ihrer traditionellen Kleidung. Für die Sache des „Centro Cultural“ reisen sie seit Jahrzehnten durch die Welt. Dass der Auftritt in der Aula der Schule auch den Schülern einen Einblick in die bolivianische Lebensart gab, zeigte deren Reaktion. Begeistert klatschten sie die indianischen Rhythmen mit und sangen sogar selbst ein Lied in spanischer Sprache.

Das „Centro Cultural“ nutzt die Spenden, um Kinder mit indianischen Wurzeln zu fördern und deren Verbindung zur eigenen Kultur zu stärken. „Unsere Kinder kommen teilweise in die Städte, finden dort keinen Anschluss und versuchen ihre Herkunft zu verstecken“, berichtete einer der Musiker, „wir helfen ihnen, ihre Stärken zu finden und ihre Herkunft als eine davon zu begreifen.“

„Wir danken allen Sponsoren, die uns dieses Jahr wie schon so oft unterstützt haben“, freut sich Schulleiterin Ursula Mertens. Die Partnerschaft mit „Los Masis“ sei auch für sie persönlich und für alle Schüler immer wieder eine Chance, über den Tellerrand hinaus zu schauen. „Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Mal“, unterstreicht sie.

Mehr von Aachener Zeitung