Monschau: Sakrala macht Zwischenstation in Monschau

Monschau: Sakrala macht Zwischenstation in Monschau

Ein wenig in Vergessenheit geraten ist die „Sakrala”, das Eifelmuseum für christliche Volks- und Kirchenkunst.

Nachdem massive Brandschutzauflagen die Ausstellung an ihrem angestammten Standort, der alten Schule in Huppenbroich, vorübergehend zum Erliegen gebracht hat, nutzt der Sakrala Museumsverein jetzt die Zwangspause, um sich andernorts in den Blickpunkt zu rücken.

In der Adventszeit nutzt man die Chance, sich durch die Einbindung in den Monschauer Weihnachtsmarkt der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Nur eine kleine Auswahl der über 2000 Stücke

Nur eine kleine Auswahl des Gesamt-Inventars der Ausstellung ist in den ideal für eine Ausstellung geschaffenen Räumen des alten Kinos zu sehen.

Am ersten Wochenende des Weihnachtsmarktes statteten jetzt auch die Bürgermeister aus Monschau und Simmerath, Theo Steinröx und Hubert Breuer, der Sakrala einen Besuch ab.

Der erste Vorsitzende des Sakrala-Museumsvereins Simmerath, Hans Keutgen, freute sich, dass man „in diesem herrlichen Ambiente” die Arbeiten zeigen könne. Die Ausstellung solle auch neugierig machen auf die geplante Neueröffnung der Sakrala in Huppenbroich. Diese ist für Ostern 2003 geplant.

Bewusst habe man von den über 2000 vorhandenen Ausstellungsgegenständen nur rund 100 mit nach Monschau gebracht. Keutgen räumte ein, dass man bei der Ausstellung in Huppenbroich mitunter von der Vielfalt regelrecht „erschlagen” worden sei, bei der Monschauer Ausstellung habe man sich bewusst darauf konzentriert, „mit wenigen Stücken Wirkung zu erzielen”.

Wichtig sei auch, dass die Stücke einen Bezug zur Region herstellten. Sowohl bei der Ausstellung in Monschau wie auch demnächst in Huppenbroich soll die Sakrala durch ein museumspädagogisches Konzept aufgewertet werden.

In fünf Schwerpunkte gliedert sich die Ausstellung: kirchliche Kunst, Jesus- und Heiligenverehrung, Marienverehrung, christliches Heim, christlichen Leben und Sterben.

Um die Sakrala im passenden Rahmen präsentieren zu können, bediente man sich professioneller Ratgeber. Unter anderem in Kooperation mit dem Freilichtmuseum Kommern wurde das neue Konzept entwickelt.

Simmeraths Bürgermeister Hubert Breuer sah in der Ausstellung eine gute Gelegenheit, für die Präsentation in Huppenbroich werben. Er wünschte der Ausstellung „viel Publikum und gute Einnahmen”.

Auch Bürgermeister Theo Steinröx freute sich im alten Tuchschererhaus „über die interessante Ausstellung im Haus der LEG”.

Viel Publikum strömt in der Tat in das Gebäude. Wie eine Ameisenstraße pendeln die Menschen hin und her, was aber darauf zurückzuführen ist, dass sich im gleichen Gebäude die öffentliche Toilette befindet.

Das schadet jedoch nichts, denn mancher Besucher kehrt zurück, um sich die laut Museumsverein „in Europa in ihrer Art einzigartige Ausstellung” näher zu betrachten.

Viele Ausstellungsstücke dürften vor allem den älteren Besuchern noch sehr präsent sein, und ob Madonnenfiguren, Heiligenbilder oder opulente Kreuze: In vielen Eifeler Heimen gehören solche Symbole christlicher Volkskunst heute noch zum Alltag.

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