Rurberg/Woffelsbach: Rurseefest wird immer teurer

Rurberg/Woffelsbach : Rurseefest wird immer teurer

Wenn Diplom-Ingenieur Sander Lutterbach vorträgt, weiß der Protokollführer der jeweiligen Veranstaltung, dass er den Griffel gespitzt haben muss, da dies stets in zügigem Tempo geschieht.

Das war auch auf der Jahreshauptversammlung des Orts- und Verkehrsvereins Rurberg-Woffelsbach e.V. der Fall, die am Mittwochabend in Woffelsbach im Hotel-Restaurant „Zum kleinen Seehof“ stattfand und die Lutterbach als Geschäftsführer des Vereins leitete. In seinen Ausführungen spielte natürlich das Event-Highlight der Region, das alljährlich zehntausende Besucher nach Simmerath lockt, das Rurseefest mit dem „Rursee in Flammen“, eine zentrale Rolle.

Organisatorischer Kraftakt

Hierbei verschwieg Sander Lutterbach nicht, dass das Sicherheitskonzept dieser Mammutveranstaltung nach wie vor ein organisatorischer Kraftakt ist, der von vielen ehrenamtlichen Helfern gestemmt wird und aufgrund der verschärften Vorschriften immer mehr Geld verschlingt. Für das anstehende Rurseefest vom 25. bis 28. Juli wurde durch einen Erlass des NRW-Innenministeriums im letzten Herbst hier noch einmal eine Schippe drauf gelegt, sodass man sich auch wegen der finanziellen Auswirkungen diesbezüglich im Gespräch mit der Gemeinde befindet.

Natürlich drücken den Verkehrsverein auch die GEMA-Gebühren in vierstelliger Höhe, womit neue Sponsoren weiterhin gerne gesehen werden. Ansonsten laufen die Planungen für das Rurseefest aber seit längerem schon wieder auf Hochtouren. Selbstverständlich hofft man für das anstehende Fest auf besseres Wetter als im Vorjahr, wo trotz Regen und Sturm über 30 000 Besucher zu verzeichnen waren, und es im übrigen mit dem neu entwickelten Sicherheitskonzept keine Probleme gab. Das Krisenteam mit Sicherheitskoordinator Bernd Bongard hatte alles im Griff, und auch die beiden Marktleiter Siegfried Lauscher (Rurberg) und Reinhold Jansen (Woffelsbach) waren mit dem Zuspruch zufrieden. Auf der Internetseite (www.rursee-in-flammen.de) wird schon ordentlich die Werbetrommel für das Rurseefest gerührt, wo die Besucher aller Altersklassen sicher nicht nur „Licht und Glanz für den Alltag tanken“ werden.

Geboten wird auf dem Fest wieder das volle Unterhaltungsprogramm, wobei musikalisch von „Melano“, über die „Coconut Butts“ bis „For Example“ für alle Geschmäcker etwas dabei ist. Dies trifft auch für die Märkte in den beiden Rurseeorten zu, wo die regionale Gastronomie ihre Köstlichkeiten anbietet und der Kunsthandwerker-, Antik- und Trödelmarkt wieder viele Besucher anlocken sollte.

Asoluter Kracher ist dann wieder das Höhen- und Seefeuerwerk, das am 28. Juli den Eifelhimmel aufleuchten lassen wird. Auf der Versammlung ergaben sich zum vorgetragenen Kassenbericht von Schatzmeisterin Nicole Müller keine Beanstandungen. Im Vorstand selbst wurden zwei Positionen neu besetzt. Sabrina Kuhn wurde von der Versammlung einstimmig als Pressesprecherin gewählt. Im Rahmen ihrer Tätigkeit soll sie auch zur Entlastung von Sander Lutterbach beitragen. Als stellvertretender Schatzmeister fungiert ab sofort H.-J. Bongard. Ansonsten ergaben sich im Vorstand des Orts- und Verkehrsvereins keine Änderungen.

Michael Franzen ist weiterhin Vorsitzender (Stellvertreter Volker Ziegler), und H-.J. Bongard bleibt stellvertretender Geschäftsführer. Lutz Pietsch ist für das Protokoll des Sicherheitskonzepts verantwortlich.

Sander Lutterbach dankte zum Schluss noch einmal allen Helfern für ihre geleistete Arbeit und betonte, dass neue Helfer (beispielsweise für den Ordnungsdienst) immer willkommen sind.

(ho)