Rursee in Flammen – mehr als nur ein Feuerwerk

Vom 25. bis 28. Juli : Rursee in Flammen – mehr als nur ein Feuerwerk

Bereits jetzt wirft das größte Volksfest der Region seine Schatten voraus. Das 54. Rurseefest in Rurberg steigt am 25. Juli. Eingebettet ist der Tag in ein viertägiges Rahmenprogramm.

„Rursee in Flammen“ findet vom 25. bis 28. Juli statt und soll wieder Tausende Menschen nach Rurberg locken.

Simmeraths stellvertretender Bürgermeister Bernd Goffart sprach von einem absoluten Publikumsmagnet und dem Aushängeschild der Gemeinde. Vom ersten großen Fest am Rursee, das 1965 gefeiert wurde, haben bis zum diesjährigen Sommerevent nun schon drei Generationen den Grundgedanken weitergetragen, den Menschen der Region zu zeigen, wie schön es am Rursee und der Eifel ist. Die Festivität lässt auch die Übernachtungszahlen in die Höhe schnellen, wie Conny Freuen von der Rursee-Touristik festhielt. „Wir könnten drei bis vier Mal so viele Zimmer loswerden.“

Auch wenn das Konzept des Rurseefestes unverändert ist, versuchen die Veranstalter vom Orts- und Verkehrsverein Rurberg-Woffelsbach alljährlich neue Akzente zu setzen. In diesem Jahr hat man sich beispielsweise beim Höhenfeuerwerk etwas Neues einfallen lassen. Sander Lutterbach, bei dem die Fäden der Organisation zusammenlaufen, verrät: „Das Höhenfeuerwerk ist wieder mein persönliches Highlight. Wir haben tolle Ideen mit den Feuerwerkern besprochen, mal sehen, was sich ein bisschen verändern wird.“ Marketing-Berater Lars Harmens nannte auch keine Details, verriet jedoch: „Es wird etwas Besonderes geboten.“

Mit dem Rursee-Bürger-Abend wird am 25. Juli (19.30 Uhr) in das große Fest hineingefeiert. Mit einer bunten Bühnenshow mit originellen Kostümen und Dekorationen sowie Live-Musik der Show- und Swingband „Melano“ stimmen sich dann die Bürger, die rund um den Rursee zu Hause sind, auswärtige Gäste und die vielen Helfer auf das Fest ein. Unter der Regie eines 14-köpfigen Orga-Teams stemmen rund 260 ehrenamtliche Helfer die Festivität, zu deren Engagement nicht nur Lars Harmens lobende Worte fand. „Das ist unendlich viel Arbeit.“ Diese wird laut Sander Lutterbach allein schon wegen der zahlreich erforderlichen Genehmigungen von den verschiedensten Stellen immer umfangreicher, was auch finanziell zu Buche schlägt: „Dafür geben wir inzwischen bestimmt einen fünfstelligen Betrag aus.“

Vom Musik-Knaller am Freitag, 26. Juli, der Band „Querbeat“, gibt es die volle Dröhnung. Bei der achten Auflage von „Rursee-Rock“ steht die 13-köpfige Brasspop-Band aus Bonn auf der Bühne am Badesee und sollte die Fans in Massen anlocken. Als Vorbands spielen „Wildfire“ aus Düren und „Captain Disko“ aus dem Rurgebiet. „Einlass ist ab 19 Uhr,“ meint Niklas Hilger, der für die Einladung der Bands verantwortlich ist. Die Attraktion für die Rockfans wird von den Brüdern Bernd und Klaus Rollesbroich moderiert. Außerdem öffnen am Freitagabend bereits einige Marktaussteller ihre Stände in Rurberg am Seeufer.

Am Samstag, 27. Juli, findet der Höhepunkt des Festes statt. Gegen 23 Uhr steht der Rursee sprichwörtlich in Flammen, wenn das große Feuerwerk gezündet wird. Ab 11 Uhr kann man über das Festgelände bummeln, den Markt mit seinen über 100 Ständen besuchen und das Unterhaltungsangebot auf sich wirken lassen. Livemusik ertönt von mehreren Bühnen. Premiere hat im Café Henn ein fünfgängiges Gala-Menü. Dabei kann man mit bester Aussicht von der Terrasse die Schiffsparade und das Feuerwerk beobachten.

Schließlich werden an diesem Tag (17.30 Uhr) bei der „Crazy Boats Parade“ wieder verrückte Kapitäne auf verrückten Booten gesucht. Beteiligen können sich alle, die ein Wasserfahrzeug haben und gute Laune und Fantasie mitbringen. Eine Jury beobachtet die Vorbeifahrt, den Platzierten winken stattliche Geldprämien. So erhält der Erste 600 Euro, der Zweite 400 Euro, der Dritte 300 Euro; für den Vierten gibt es 200 Euro und für den Fünften 100 Euro. Die Plätze sechs bis zehn werden mit Sachpreisen belohnt. Hier könne sich noch Interessierte melden. Das Anmeldeformular findet man auf www.rursee-in-flammen.de. Bis zum 15. Juli ist die Anmeldung kostenlos.

Darüber hinaus wird den Kindern auf der Festwiese Im Sief viel angeboten: Hüpfburgen, Rollerball auch ein Kinderzirkus. Für Kinder zwischen vier und zwölf Jahren wird der Mit-Mach-Zirkus eine Herausforderung sein. Das Kinderparadies auf der Festwiese öffnet um 11 Uhr.

Stand-up-Paddling heißt die Sportart, die man am Samstag, 27. Juli, (14 Uhr) und am Sonntag, 28. Juli, (12 Uhr) ausprobieren kann. Wer es gemütlicher haben will, kann an den beiden Tagen ab 11 Uhr in der Rurberger Bucht das Angebot zum Dampfbootfahren annehmen.

Auch in diesem Jahr werden die beliebten Helikopter-Rundflüge angeboten. Am Samstag, 27. Juli, zwischen 10 und 19 Uhr kann man sich dieses Erlebnis gönnen. Die Kosten für den Rundflug betragen 43 Euro; Tickets gibt es in den Geschäftsstellen der Sparkasse Aachen und bei der Rursee-Touristik in Rurberg.

Dazwischen gibt es am Samstag jede Menge Musik. Die Jagdhornbläser sind um 15.30 Uhr zu hören, um 16 Uhr spielt an „Seppis Eck“ das Orchester der Tanzwerkstatt auf, sowie auf der Bühne am Badesee die Band „Don’t Stop“; um 20 Uhr auf der Bühne Im Sief die Rockband „Kontrollverlust“. Ab 21 Uhr sollte dann auf der Bühne am Badeseee die Post abgehen. Die Band „For Example“ wird den Fans einheizen.

Am Sonntag, 28. Juli, wird das Rurseefest mit dem Jägertag für Jung und Alt abgerundet. Wenn um 11 Uhr das Markttreiben wieder losgeht, wird auch der Jägertag auf der Festwiese Im Sief eröffnet. Besondere Attraktion sind die Greifvögel aus dem Gehege Hellenthal.

Neu ist ein Bus-Shuttle-Service, der am Freitag, 26. Juli, ab 22 Uhr zwischen dem Seeufer und der Diskothek „Rustika“ verkehrt. Am Samstag, 27. Juli, pendelt der Bus vom Antoniushof aus ab 23.30 Uhr zur Diskothek.

(ho)