Nordeifel: Rotwild in Dreiborn zunehmend gestört

Nordeifel: Rotwild in Dreiborn zunehmend gestört

Die Hirschbrunft ist für viele Naturfreunde das Schauspiel des Jahres. Seit Tagen (besser: seit Nächten) schon erfüllen die Brunftrufe die Wälder im Hohen Venn und im Nationalpark Eifel.

Der Konkurrenzkampf der Hirsche um die weiblichen Tiere wird eben „begleitet” vom Brunftgeschrei der Rothirsche, dem größten Säugetier unserer Wälder. So manche Naturfreunde zieht es derzeit in den späten Abend- oder frühen Morgenstunden hinaus in die Wälder, um die Brunftschreie zu erleben und, bei ein wenig Glück, auch Hirsche zu sehen.

Das Rotwild war vor Monaten noch auf der Dreiborner Hochfläche tagaktiv, das heißt: In dem gut 33 Quadratkilometer großen Gebiet konnten die Tiere auch tagsüber beobachtet werden. Die Abgeschiedenheit des Truppenübungsplatzes und auch das besonders schonende Jagdkonzept der Bundesforstverwaltung führten dazu, dass auf der Dreiborner Hochfläche eine der wenigen tagaktiven Rotwildpopulationen Nordrhein-Westfalens lebte.

Das hat sich geändert, wie im Jahresbericht 2006 des Nationalparkforstamtes festgestellt wird: „Die Öffnung des ehemaligen Truppenübungsplatzes führte zu einem beträchtlichen Besucherandrang, durch den sich das Rotwild tagsüber zunehmend gestört fühlte und eine versteckte Lebensweise annahm.”

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