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Roetgen: Roetgens Wald wirft wieder einiges ab

Roetgen : Roetgens Wald wirft wieder einiges ab

Mit einem Plus von 110.650 Euro rechnet die Gemeinde Roetgen im Forstwirtschaftsplan für das Jahr 2018, der jetzt vom Umwelt-, Touristik- und Forstausschuss bei Enthaltung der Grünen einstimmig beschlossen wurde.

Im Vergleich zum Vorjahr sind das 24.442,50 Euro weniger. Ein Grund dafür ist die Beschaffung eines Dienstfahrzeuges. Für 36.000 Euro soll nämlich ein geeignetes Fahrzeug mit Allradantrieb und Hybrid-Plug-In-Technologie angeschafft werden, das emissionsfreie Dienstfahrten im Wald ermöglichen soll. Ein Sponsoring wird angestrebt. Für den Verkauf des alten Dienstfahrzeugs sind 8000 Euro eingerechnet.

Außerdem soll ein zusätzlicher Waldarbeiter eingestellt werden. So soll gewährleistet werden, dass bei gefährlichen Arbeiten mindestens drei Waldarbeiter eingesetzt werden können, damit in jedem Fall Erste Hilfe geleistet und unverzüglich professionelle Hilfe herbeigeholt werden kann.

Alternativ kämen organisatorische Maßnahmen, zum Beispiel durch die Ausstattung mit einem Satellitentelefon, in Betracht. „Die Ausstattung der Waldarbeiter mit einem Satellitentelefon ist im Sinne der Fürsorgepflicht und Vorbildfunktion des öffentlichen Waldbesitzes allerdings nicht ausreichend, da die Rettungskräfte in der Regel ortsunkundig sind und die Befahrbarkeit der Waldwege nicht einschätzen können“, hatte die Verwaltung in der Vorlage für die Sitzung des Umwelt-, Touristik- und Forstausschusses geschrieben.

Die Rettungskräfte müssten in der Praxis in fast allen Fällen an markanten Treffpunkten zumeist außerhalb der Waldflächen in Empfang genommen und zum Verletzten gelotst werden. Daher sei die Einstellung eines zusätzlichen Waldarbeiters vorgesehen. In der Folge muss die Gemeinde 46.500 Euro mehr für den Lohn der Arbeiter einplanen.

Vorgesehen ist im Jahr 2018 ein Einschlag von 5435 Erntefestmetern (EFM) auf 105,09 Hektar und 1000 EFM Sammelhieb (Windwurf- und Käferholz). Auf 42 Hektar sollen Maßnahmen zur Bestandsbegründung erfolgen. Dafür sind 64.475 Euro eingeplant. Gepflanzt werden sollen 7000 Rotbuchen, 1500 Eschen, 1500 Bergahornen. Außerdem ist die Pflege von Kulturen, Jungwüchsen und Naturverjüngung vorgesehen.

Der Vennhornweg soll inklusive Wende- und Holzlagerplatz mit Mitteln in Höhe von 30.500 Euro instandgesetzt werden. Weitere 43.600 Euro, die durch andere Fachbereiche des Gemeindehaushaltes erstattet werden, sollen für die Instandsetzung des Waldlehrpfades, die Erneuerung von Sitzgruppen und Dachreparaturen an den Schutzhütten im Kindergartenwald verwendet werden.

Für das Jahr 2018 wird insgesamt mit Einnahmen von 389.375 Euro gerechnet. Bei Aufwendungen von 278.725 Euro errechnet sich ein Plus in Höhe von 110.650 Euro.

(ag)