Roetgen: Roetgenerin gewinnt mit Bayer Leverkusen den Meistertitel im Handball

Roetgen: Roetgenerin gewinnt mit Bayer Leverkusen den Meistertitel im Handball

Die Roetgener Handballspielerin Sophia Cormann ist mit der weiblichen A-Jugend des TSV Bayer Leverkusen nach einem an Dramatik kaum noch zu überbietendem Endspiel gegen den Buxtehuder SV Deutsche Meisterin geworden. Die weibliche Jugend des Deutschen Handballbundes ermittelt den Deutschen Meister im Final Four, das am ersten Juniwochenende in Buxtehude über die Bühne ging.

Die Nachwuchshandballspielerinnen des Gastgebers hatten in den beiden letzten Jahren die Deutsche Meisterschaft gewonnen und gingen nicht nur aufgrund des Heimvorteils als Favorit in das Endturnier, der vier besten A-Juniorinnen Mannschaften.

Das erste Final Four

Für Sophia Cormann, die noch in der B-Jugend spielen könnte und erst vor der Saison 2017/18 von BTB Aachen zu den Juniorelfen nach Leverkusen wechselte war es das erste Final Four. Am Samstag standen die Halbfinalbegegnungen auf dem Spielplan des Endturniers. Erwartungsgemäß konnte der Buxtehuder SV die Mädels von Borussia Dortmund besiegen. Im zweiten Halbfinalspiel trafen die Juniorelfen von Bayer Leverkusen auf die HSG Blomberg Lippe und qualifizierten sich durch einen 24:22-Erfolg für das Finale.

Wie in den Vorjahren

In den beiden letzten Jahren hießen die Finalteilnehmerinnen schon Buxtehude und Leverkusen, am Ende hatte die Mannschaft aus dem Norden Deutschlands zweimal die Nase vorn. „Wir wussten, dass Buxtehude als Favorit ins Endspiel ging. Umso größer war unsere Motivation ihnen zu zeigen, dass wir die bessere Mannschaft waren“, ging das Team von Sophia Cormann topmotiviert ins Endspiel, das über 1000 Zuschauer sehen wollten. Die Bayer Mädels fanden sehr gut ins Spiel und schienen nach einer 20:14-Führung auf einem guten Weg zur Deutschen Meisterschaft. Die deutliche Führung wurde leider mehr zur Belastung und sorgte bei den Bayer Mädels für reichlich Nervosität.

Für die Zuschauer wurde die Begegnung immer spannender, denn die Norddeutschen Girls verkürzten auf 21:20, kamen zum Ausgleich und gingen dreißig Sekunden vor dem Abpfiff sogar mit 22:21 in Führung. Zehn Sekunden vor Ultimo kam das Team aus Leverkusen aber noch zum Ausgleich (22:22), so dass das Finale in die Verlängerung (2x 5 Minuten) ging. Aber auch in der wurde kein Sieger ermittelt. Der Deutsche A-Juniorinnenmeister musste im Siebenmeterwerfen gefunden werden.

Nachdem auf jeder Seite zwei Spielerinnen in der Siebenmeterlotterie gepatzt hatten, stand es 5:5. Leverkusens Torhüterin Lisa Fahnenbruck wehrte den nächsten Siebenmeter ab und eröffnete damit ihrer Spielmacherin Mareike Thomaier die Möglichkeit das Finale für die Westdeutschen zu entscheiden. Die TSV Spielmacherin zeigte sich nervenstark, traf zum 6:5 nach Siebenmeterwerfen und zum 31:30-Endstand und löste damit in der Halle in Buxtehude einen Riesen Lärm und die tollsten Freudentänze bei ihren Mitspielerinnen aus.

Emotionen nach dem Abpfiff

Nach dem Abpfiff ließ auch das Roetgener Mädel, Sophia Cormann, alle Emotionen raus. „Alle Gefühle und die ganze Anspannung fiel nach dem Abpfiff von mir. Das war einfach Gänsehaut pur. Ich kann es immer noch nicht glauben, aber für mich hat sich mit dem Titel zur Deutschen Meisterschaft ein Traum erfüllt“. Freudentränen gab es bei den Juniorelfen dann reichlich, als sie wie bei den Großen im goldenen Konfettiregen auf dem Treppchen standen und lauter als die Hallenlautsprecher den Queen Hit „We are the Champions“ trällerten.

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