Vorschau: Spvgg Wesseling-Urfeld – SV Rott

Vorschau: Spvgg Wesseling-Urfeld – SV Rott : Mit einem Blumenstrauß im Gepäck

In der Hinrunde war es noch das Topspiel auf Augenhöhe – mittlerweile ist die Spvgg Wesseling-Urfeld der Landesligawelt entrückt. Am Sonntag hat der SV Rott einen Termin beim Meister und Aufsteiger.

Die letzten Tage soll, so erzählt man sich, Jürgen Lipka im Blumenladen gestanden haben und ein buntes Gebinde gestaltet haben. Denn: Ein Blumenstrauß wird auch Bestandteil des Rotter Reisegepäcks sein. Schließlich ist das Ensemble des Landesligisten SV Rott eine höfliche Gesellschaft. Die Blumen gehen schon vor dem Anpfiff an die Gastgeber des Tabellenzweiten. Damit wird die Gratulation zum Titel bunter gemacht.

Der Titel ist der Spielvereinigung Wesseling-Urfeld seit vergangener Woche nicht mehr zu nehmen. Mit den Glückwünschen vor dem Anpfiff ist es dann für Trainer Jürgen Lipka und sein Aufgebot auch getan. Danach wird man kämpfen, um eine kleine Überraschung zu landen. „Wir fahren nicht dahin, nur um das Sträusschen abzugeben“, stehen Lipka und Co. ebenfalls vor einem großen Ziel. Sie wollen den zweiten Tabellenplatz halten, der zum Aufstieg in die Mittelrheinliga berechtigt.

In einem Punkt sieht sich der Rotter Teamarchitekt schon länger bestätigt. „Vor der Saison habe ich auf Nachfrage gesagt, dass Wesseling mit mindestens zehn Punkten Vorsprung Meister wird.“ Das ist sogar noch weit übertroffen worden. Der „Champ“, der immer noch überwiegend aus einem Kader von Spielern mit höherklassiger Ligaerfahrung besteht, hat den Titel sehr souverän eingefahren. „Das muss man sich mal vorstellen. Urfeld hat zuletzt 30 Punkte aus zehn Spielen geholt“, applaudiert auch Rotts Coach neidlos mit. Verbunden mit einem weiteren Kompliment: „Die spielen doch die Liga in Flammen.“

Eine kleine Hoffnung, nicht leer auszugehen, gibt es für den Rotter Gast aber doch. Lediglich zwei Spiele verlor Trainer Jupp Farkas bislang. Und das gerade zu Hause. Hertha Walheim und Union Schafhausen schafften die Sensation. Nun will sich Lipka mit seinen Jungs aufmachen, die dritte Überraschung zu realisieren. „Sollte uns ein Punkt gelingen, wäre das für uns schon ein Riesenbonus“, sagt Lipka, der ohne Breuer, Dawodu, Stepinski und Sikara die Riesenaufgabe in Wesseling „irgendwie meistern will“. Um dann für die restlichen drei Spiele nochmals eine Brise Rückenwind zu bekommen.

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