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Bürgeraktion: Roetgener pflanzen ihren Gemeindewald auf

Bürgeraktion : Roetgener pflanzen ihren Gemeindewald auf

Fred Böckmann hatte zwar die Idee, legt aber Wert darauf, dass sie aus der Mitte des Forstausschusses kommt. Der ist jedenfalls begeistert.

In Nachbarstädten gibt es sogenannte Bürgerwälder. Da pflanzen Hochzeiter oder junge Eltern Bäume aufgrund des freudigen Anlasses. In Roetgen ist der Anlass eher traurig, aber das Ziel umso erfreulicher. Roetgener forsten ihren Gemeindewald auf, lautet das Motto.

Das steigert nicht nur die Identifikation mit dem Wald, sondern vermittelt auch das Gefühl, etwas für ihn getan zu haben. Die vergangenen Trockenjahre, der Borkenkäferbefall und nicht zuletzt der Tornado haben dem Forst in Roetgen kräftig zugesetzt. Zahlreiche Bestände liegen noch brach. Das weckt schnell bei einem Roetgener das Gefühl, etwas tun zu wollen.

Fred Böckmann hat es aufgegriffen. Der Förster und der Forstausschuss zeigen sich begeistert ob der Initiative. Im späten Herbst oder frühen Winter werden die Bürger nun die Möglichkeit erhalten, mitanpacken zu dürfen.

Der Forstbetrieb stellt Setzlinge, Fachwissen und Anleitung. Mitzubringen sind vor allem Spaten und was sich so an persönlicher Ausstattung empfiehlt: Handschuhe, passendes Schuhwerk, dem Wetter angepasste Bekleidung – und wer will, kann aus der Aktion ein intimes Picknick machen. Denn Corona-Regeln dürften auch dann noch gültig sein.

Als mögliche Termine sind zunächst einmal vormittags Montag, 29. November, sowie Freitag, 10., und Samstag, 11. Dezember, ins Auge gefasst, was aber letztlich abhängig sein wird vom Anlieferungstermin der Setzlinge.

In kleinen Gruppen sollen die Teilnehmer von Forstwirten angeleitet werden, um dann selbstständig unter Aufsicht zur Aufforstung des Gemeindewalds beizutragen. Das Angebot soll sich zunächst an Einzelpersonen und Familien richten, kann bei Erfolg dann aber auch auf Schulen und Gruppen ausgeweitet werden.

(jül)