FC Roetgen will nicht nur um Klassenerhalt spielen

Eifeler Clubs vor der Saison : FC Roetgen will nicht nur um Klassenerhalt spielen

Die „Kiebitze“ beim Training sehen richtig. Trainer Philipp Dunkel schleppt einen Kasten Bier ins Vereinsheim. Heißt das, die Übungseinheiten haben eher Grillfestcharakter? „Nein, ich werde die Jungs in den kommenden Wochen noch genug quälen müssen.“

Daher spendiert der Coach lieber mal zwischendurch eine Runde. Die Stimmung liegt zwischen locker und gelassen beim FC 1913. Das liegt auch am Abschneiden der Vorsaison. Platz sieben wurde erreicht, „mit dem wir sehr zufrieden sind“. Philipp Dunkel macht mitten in der Vorbereitung einen entspannten Eindruck. Seine Spieler haben „eine gute Entwicklung“ genommen, hat er festgestellt. Das Ziel wurde erreicht. Deshalb musste man den Kader auch nicht großartig verändern. Der Klub hat Schritte nach vorne gemacht, nachdem es in der Hinrunde der abgelaufenen Saison noch nicht so lief. Doch mit der Rückrunde und einer Siegesserie von sieben Partien waren die nötigen Punkte zeitnah für den Klassenerhalt eingefahren.

Philipp Dunkel, er erhält mit Stürmer Kelly Ajuja einen weiteren Co-Trainer neben dem verbliebenen Ralf Sauren, will positiv in die Zukunft schauen und sagt dann auch, „ich denke nicht, dass wir zu den Vereinen gehören, die nur um den Klassenerhalt spielen. Aber für einen Aufstiegskandidaten halte ich uns längst nicht“.

In Sachen neue Personalverpflichtungen hat man sich auf ganz junge Spieler konzentriert. „Klassenhöchste“ Neuverpflichtung ist dabei der aus der Landesliga (Verlautenheide) kommende Ferhat Akar (21). Zudem wurden mit Timo Keischgens, Nanno Ebner, Fabio Jakobs und Dennis Hammerschmidt vier „sehr talentierte A-Jugendliche“ geholt. Verzichten muss Dunkel künftig auf den sehr erfahrenen Johannes Höfler. Der Stammspieler muss aus beruflichen Gründen kürzer treten. Dennoch fühlen sich die Roetgener auf einem guten Weg. „Es macht Spaß, mit dieser Truppe zu arbeiten, die Jungs haben alle Charakterstärke.“ Der Kader hat das volle Vertrauen des Trainers.

Das Auftaktprogramm für den FC hat es bereits in sich. Am 1. Spieltag geht es zu Raspo Brand, danach kommt Alemannia Mariadorf. Beide zählt Philipp Dunkel „zu den absoluten Meisterkandidaten“. Da will er auch Germania Eicherscheid eingereiht wissen, oder auch die SG Stolberg.

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