Eiscafé Zammatteo in Roetgen installiert neue Kühlanlage

Bilanz nach einem Jahr : Eiscafé in Roetgen installiert neue Kühlanlage und gibt sich umweltbewusst

Bei den derzeitigen sommerlichen Temperaturen hat die „Eiszeit“ Hochkonjunktur und die sommerliche Erfrischung ist sprichwörtlich „in aller Munde.“ Gerade in heißen Sommern wie diesem läuft die Eismaschine auf Hochturen – und auch sie muss kühl gehalten werden. Eine Eisdiele in Roetgen hat seit einem Jahr eine spezielle Kühltechnik installiert und die Bilanz fällt positiv aus.

In der Gelateria Italiano „Zammatteo“ in Roetgen gibt es seit 2010 Speiseeis in vielen Variationen. „Unser Zammatteo-Eis kennt man in Aachen bereits seit 1929“, sagt Luca Molin-Pradel, Inhaber des Eiscafés, stolz.

Seit einem Jahr hat Molin-Pradel nun eine neue Anlage in den Kellerräumen, um die Eisproduktion ressourcenschonender zu gewährleisten und zieht Bilanz. Die Anschaffung sei die richtige Entscheidung gewesen.

Für eine spezielle Kühltechnik in den Kellerräumen hat er eine fünfstellige Summe insvestiert, um langfristig Geld zu sparen. „Ich war es leid, jeden Monat für einen hohen Verbrauch an Wasser, rund 120 Kubikmeter, viel Geld zu zahlen“, rechnet er vor. Da sei ihm die Idee gekommen, gezielt zu überlegen, wie man diese enormen Kosten durch Reduzierung in den Griff bekommen kann.

Ihm schwebte da eine Recycling-Anlage vor, mit der die Rückgewinnung des Abwassers erreicht werden könne. „Ich habe im Keller einen Prozesskühler aufgebaut“, erklärt er, mit dem nicht nur Geld zu sparen sei, sondern mit dem er auch einen großen Beitrag zur Umweltschonung leisten könne.

14,2 Kilowatt galt es einzusparen. Eine Wärmepumpe sorge nun für warmes Wasser, an die Pumpe sei die Spülmaschine angeschlossen. Die Eismaschine verbrauche nun 40 Prozent weniger Wasser und auch weniger Strom. Statt 14,2 Kilowatt fallen nunmehr noch 6,5 Kilowatt an. Jetzt werde alles wassergekühlt, dank der neuen Produktionstechnik.

Luca Molin-Pradel zeigt sich erfreut über 80 Prozent Kosteneinsparung beim Warmwasser. Auch CO2 werde eingespart. Erfreulich wertete er, dass die Anschaffung der Anlage gefördert worden sei. „Es ist kein Bananen-Projekt, sonst hätte ich dafür nichts bekommen.“ Seit einem Jahr nun ist die Anlage im Gebrauch. „Alles verläuft sparsamer und auch die Herstellung gestaltet sich somit produktiver“, sagt er abschließend.

Im Keller präsentiert Molin-Pradel das neue Stück aus Italien, das Pier Antonio De Demo, ein Fachmann hat anliefern lassen.Thorsten Schlenter von einer Roetgener Firma für Elektrotechnik hat die Anlage angeschlossen und auf Schwung gebracht. „Es ist für uns die erste dieser Art, die wir in Betrieb gebracht haben“, sagt er.

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