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Straßensanierung: Der Birksiefenweg ist einzigartig

Straßensanierung : Der Birksiefenweg ist einzigartig

Weit kommt man ohnehin nicht mit den Mitteln, die der Rat für die Sanierung von Gemeindestraßen bereitstellt. Erschwerend kommt man in Roetgen kaum dazu, das Wenige auch noch auszugeben.

Der Birksiefenweg in Rott genießt ein gewisses Alleinstellungsmerkmal in der Gemeinde Roetgen. Die rund 140 Meter zwischen Struffelt und Wald werden die einzigen Meter sein, die die Gemeinde in diesem Jahr instandsetzen kann. 40.000 Euro sind kalkuliert, um der kleinen Anliegerstraße eine neue Asphaltdecke zu bescheren, wenn dort die Kanalerneuerung abgeschlossen ist.

Für rund 15.000 Euro sollen zudem zwölf Abdeckungen von Kanalschächten wieder auf Fahrbahnniveau gebracht werden. Und weitere 20.000 Euro können noch ausgegeben werden für eine Absenkung der Bürgersteige der Lammerskreuzstraße im Einmündungsbereich zur Hauptstraße. Dort sind die Kantsteine ohnehin bedenklich marode. Der eigentliche Einmündungsbereich könnte im kommenden Jahr saniert werden, wenn das bis dahin vorliegende Straßenkataster eine solche Priorisierung bestätigt. Aufgrund ihrer Belastung mit Teer muss die Tragschicht der Lammerskreuzstraße gemäß Deponieklasse II entsorgt werden.

Mehr ist bei der Gemeinde nicht zu schaffen in diesem Jahr, weil Zeit und Personal fehlen.

Dabei stehen für eine Erneuerung von Straßen 100.000 Euro, für Wirtschaftswege 40.000 Euro im Haushalt zur Verfügung, und durchaus zeigte sich der Bauausschuss gewillt, mit dem Budget mehr zu bewegen, als nun umgesetzt werden kann.

 Verkehrsgefährlich und kontaminiert: Mittel zur Sanierung des „3. Segel“ sollen in den Haushalt für das kommende Jahr eingestellt werden.
Verkehrsgefährlich und kontaminiert: Mittel zur Sanierung des „3. Segel“ sollen in den Haushalt für das kommende Jahr eingestellt werden. Foto: Juergen Lange

Das liegt neben den eingrenzenden Faktoren von Personal und Zeit vor allem in einer kleinen Asphaltbombe begründet, mit der das „3. Segel“ zwischen Mühlen- und Schwerzfelder Straße aufwartet. Die von der Verwaltung beauftragte Bodenuntersuchung hat ergeben, dass Trag- und (soweit noch vorhanden) Deckschicht des Feldweges in weiten Bereichen ob ihrer teerhaltigen Belastung gesondert zu entsorgen sind.

Die Verwaltung hat unterschiedliche Varianten zur Sanierung der knapp einen Kilometer langen Strecke untersucht und schlägt vor, eine zehn Zentimeter mächtige Tragdeckschicht auf den Bestand aufzutragen und die Bankette anzupassen. Mit reinen Baukosten von rund 66.000 Euro gilt dies als günstigste Variante, die die bestehende Altlast durch Versiegelung entschärft. Mittel sollen für den kommenden Haushalt angemeldet werden.

Mindestens auf einem Abschnitt von 300 Meter müsse man tätig werden, um der Verkehrssicherungspflicht genüge zu tun. Bei der Enthaltung von Bernd Vogel (UWG) folgte der Bauausschuss letztlich dem Vorschlag der Verwaltung.