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Frische Farbe: Dem Dorfplatz folgt der Saalbau

Frische Farbe : Dem Dorfplatz folgt der Saalbau

Über Wochen hinweg wurde der Dorfplatz in Rott neu gestaltet. Nun wird die Fassade eines Denkmals saniert.

Es ist ein geschichtsträchtiger Ort, dieser kleine Dorfplatz mitten in Rott, der von einem Winkelbau gesäumt wird.

Die Geschichte des Ensembles reicht mindestens bis 1799 zurück. Da wird der heutige Saal Hütten als landwirtschaftliche Winkelhofanlage mit anschließendem dahinter liegendem Hinterhaus unter zwei Hausnummern in den Akten erwähnt.

Bis 2015 wird das Gebäude als Dorfgasthof mit Saal betrieben. 2018 kauft der 2009 gegründete Förderverein den Saal mit Unterstützung der NRW-Stiftung an, um ihn für die Bevölkerung zu erhalten und mit neuem Leben zu versehen. Mit großem Aufwand wird das Saalgebäude zwei Jahre lang renoviert und seit vergangenem Jahr wieder genutzt. Im Parterre informiert die von Rainer Hülsheger konzipierte Dauerausstellung über den „Weg zur Befreiung von den Gräueln der NS-Diktatur“.

Auf dem Platz vor dem Ensemble ergänzt eine Hörstation der Liberation Route die historische Einordnung: In Form eines Hörspiels wird berichtet, wie am 9. November der spätere amerikanische Präsident und seinerzeit amtierende Oberbefehlshaber, Ike Eisenhower, nach Rott kam, um die dramatischen Folgen der sogenannten Hürtgenwaldschlacht für die amerikanischen Soldaten mit seinen Offizieren zu besprechen.

Dank einer Landesförderung hat die Gemeinde im Frühsommer den Dorfplatz saniert und dabei den Einmündungsbereich der Leystraße dem Platz optisch zugeschlagen. Mit Kopfstein- und Betonpflaster wurden die Freiflächen neu gestaltet. Dabei wurde der alten Kastanie ein breites Kiesbett als Lebenselexier bewahrt.

Nach Fertigstellung des Umfeldes wird in diesen Wochen die Fassade des Saalgebäudes saniert. Fachwerk und Holzbalken erhalten einen neuen Anstrich und das steinerne Parterre wird überarbeitet.

(jül)