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CDU Roetgen: Junges Blut neu im Vorstand

CDU-Gemeindeverband Roetgen : Junge motivierte Mitglieder neu im Vorstand

Die Neuen sind jung, sie sind motiviert, sie haben Ideen, und sie kommen aus Roetgen: Florian Rohn (19) ist Geschäftsführer des Gemeindeverband-Vorstand Roetgen der CDU. Er löst Rentner Peter Schneider (73) ab.

Christian Rohn (19) und Nils Mühlenberg (19) sind ab sofort zwei von fünf Beisitzern und wissen, was sie wollen.

„Roetgen muss vor allem für junge Leute Platz zum Wohnen haben“, erklärte der BWL-Student Nils Mühlenberg anlässlich der Neu-Wahlen. Im Keller der Therme saßen 18 stimmberechtigte Mitglieder der CDU und brachten das Neue auf den Weg. „Es ist wichtig, die jungen Leute mit in das Tagesgeschäft zu nehmen“, hatte der wiedergewählte Vorsitzende Stephan Speitkamp (65) schon im Vorfeld mit dem Vorstand beschlossen.

Gast und Landtags-Abgeordneter Hendrik Schmitz stimmte dem zu: „Eine Partei lebt vom Nachwuchs. Als Christdemokraten brauchen wir junge Leute, die Verantwortung übernehmen wollen.“ Das sei gerade elf Monate vor den Kommunalwahlen, bei denen auch die Bürgermeister zur Wahl gestellt werden, wichtig. Wen schickt denn die CDU gegen SPD-Bürgermeister Jorma Klauss ins Rennen? „Ich bitte um Verständnis, dass wir das noch nicht sagen. Anfang 2020 wird der neue Vorstand unseren Kandidaten nennen“, war Stephan Speitkamp kein Name zu entlocken.

Verantwortung wollen die neuen jungen Vorstands-Mitglieder übernehmen. „Wenn man einmal im Ehrenamt war, kann man davon nicht genug kriegen“, sagte Florian Rohn, der seit 2016 im Jugendbeirat von Roetgen sitzt. Die Interessen der jungen Leute vertreten, findet der Roetgener, der gerade auf der Gesamtschule Brand sein Abitur macht, wichtig. „Wir haben an die 1000 Kinder und Jugendliche in Roetgen. Aber wir haben nicht mal einen Platz, wo die jungen Leute abends ihre Zeit verbringen können“, war ein nächster Punkt, der in den 13 Bezirken in Roetgen vor den Kommunalwahlen angesprochen werden wird. „Wir werden in diesem Wahlkampf beweisen, dass wir keine Rentnerpartei sind“, erklärte Christian Rohn, der wie seine Mitstreiter die CDU als Partei für alle Altersstufen sehen will.

Schon bei den Wahlen zu den Beisitzern war ein neuer Wind zu spüren. Hatte der alte Vorstand nur Männer als Beisitzer vorgeschlagen, erklärte Christian Rohn, der gerade eine Ausbildung als Anlagen-Mechatroniker für Heizung und Sanitär macht, dass er auch Barbara Borning vorschlage. Letztlich schaffte es die 69-Jährige nicht als Beisitzerin. Mit nur sieben von 18 Stimmen landete die Roetgenerin abgeschlagen auf dem letzten Platz, was von den jungen Mitgliedern mit einem enttäuschten Kopfschütteln quittiert wurde.

Weitere Themen der CDU: Mehr Mobilität im ländlichen Raum, bei der moderne Konzepte für junge Menschen gefordert sind, um Zukunftsperspektiven zu schaffen. Genaueres blieb aus, nur so viel: „Wir dürfen nicht die Argumente von Berlin für eine alternative Mobilität übernehmen“, sagte Hendrik Schmitz. Auch sollten Arbeitsplätze im ländlichen Raum geschaffen werden, wie auch neue Straßen, die wiederum Voraussetzung für neue Ansiedlungen und neue Firmen seien.

Die Neuen in der CDU haben schon Erfahrungen beim Einmischen und beim Ehrenamt gesammelt. Christian Rohn war mit 14 Jahren als Jugendvertreter im Vorstand eines Sportvereins. In der Bezirksschülervertretung vertrat er danach alle Schüler der Städteregion. Sein Zwillingsbruder Florian Rohn sammelte seine Erfahrung im Roetgener Jugendbeirat und Nils Mühlenberg war 2014 Gründungsmitglied der Jungen Union Nordeifel. Allen drei ist eigenen, dass sie bei der nächsten Wahl die jungen Leute mit jungen Themen für die Wahl begeistern wollen.

(ny)