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Städteregion: Alemannia bewegt die Kita „Wackelzahn“

Städteregion : Alemannia bewegt die Kita „Wackelzahn“

Trainer des Traditionsklubs gestalten ein Programm im Rahmen der „Bildungszugabe“ um Bewegung nach der Corona-Pandemie zu fördern.

Mit lautem Kreischen und Schreien jagen zehn Kinder hinter einem Ball her. Manchmal geht es dabei auch in die falsche Richtung, und der Fußball landet im eigenen Tor. Eines sieht man den 37 Kindern aus der Kita „Wackelzahn“ der Städteregion Aachen in Roetgen aber auf den ersten Blick an: Sie haben eine ganze Menge Spaß dabei. Und so kann es während dem Spiel auch schon einmal passieren, dass einige der Drei- bis Sechsjährigen ein spontanes Tänzchen einlegen.

Das Ganze ist Teil eines besonderen „Schmankerls“ der städteregionalen Bildungszugabe unter dem Titel „Alemannia in der Kita/Schule“. Denn die Trainer, die den kleinsten Roetgenern sehr spielerisch Fußball näherbringen, kommen vom Traditionsklub Alemannia Aachen. Dabei erinnert das Ganze aber auch ganz bewusst nicht an ein normales Fußballtraining. Denn hier soll nicht der neue Messi entdeckt werden – auch wenn er zumindest dem Trikot nach schon mitspielt. Nein, gerade nach der Corona-Pandemie geht es um Bewegungsförderung.

Jill Dickeler von der Kita Wackelzahn: „Natürlich gibt es durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie einen großen Nachholbedarf bei den Kindern, was Bewegung angeht. Aber nicht weniger wichtig ist es, dass wir wieder Angebote für die Kleinen außerhalb der Kita besuchen können.“ Tobias Sterck ist einer der Trainer, die von Alemannia Aachen nach Roetgen gekommen sind. „Wir wärmen uns zuerst gemeinsam mit den Kindern auf, und dann gibt es Übungen für die Konzentration und Koordination mit und ohne Ball.“

Freiwilliges Angebot

Dabei können die Kleinen dann einen fußballtypischen „Hütchenparcours“ durchdribbeln und aufs Tor schießen. Spaß macht es erkennbar allen, und trotz der hohen Lautstärke in der Sporthalle des TV Roetgen bleiben die Kleinen doch erstaunlich konzentriert bei der Sache. „Es geht uns hier darum, einen ersten Kontakt der Kinder mit Mannschaftssport an sich und Fußball im Speziellen positiv zu gestalten“, sagt Tobias Sterck. Und Jill Dickeler ergänzt: „Das Ganze war von uns bewusst als Angebot an die Kinder formuliert und nur diejenigen, die Lust darauf hatten, sind auch mitgekommen.“

Immerhin 37 der „älteren“ Kita-Kinder jagen jetzt den Bällen hinterher und können die Sportart besser kennenlernen. Auffällig ist, dass sich fast gleich viele Mädchen und Jungen auf dem Platz tummeln. Jill Dickeler: „Dabei ist es ideal, dass sie bei ihrem ersten Kontakt mit dem Sport so professionell von echten Alemannia-Trainern angeleitet werden.“ Sterck hofft darauf, dass es für einige der Kleinen ein nachhaltiges Erlebnis ist: „Das ist heute natürlich nur ein kurzes Reinschnuppern. Es soll den Kindern aber im Idealfall auch Lust darauf machen, in ihrer Freizeit Sport zu treiben – am Besten im Verein.“

Bildungszugabe der Städteregion

„Alemannia in der Kita/Schule“ ist eines der insgesamt mehr als 250 Angebote im Rahmen der sogenannten Bildungszugabe der Städteregion Aachen. In diesem Rahmen fördert die Städteregion seit 2011 den Besuch außerschulischer Lernorte für Kindertagesstätten und Schulen. Ein Angebot, das jedes Jahr tausende Kinder und Jugendliche in der Städteregion nutzen. Selbst im Pandemiejahr 2021 wurden insgesamt 31.119 Kinder und Jugendliche erreicht. Zur Auswahl standen 89 regionale Anbieter mit insgesamt 253 verschiedenen Angeboten zur Auswahl.

Neben dem „Training wie die Profis“, dem großen Grundschul-Fußballturnier auf dem Tivoli und den Aktionen in der Ferienakademie gibt es „Alemannia in der Kita/Schule“. Dabei kommen die Trainer vor Ort zu den Kindern und führen – wie in Roetgen – ein Bewegungsprogramm durch. Die Angebote von Alemannia Aachen im Rahmen der Bildungszugabe sind nach dem Knick in der Corona-Pandemie wieder auf dem Niveau vor der Pandemie: So haben in 2022 schon über 60 Schulen und Kitas mit 1770 Kindern Angebote gebucht oder wahrgenommen.

Kooperation mit der Alemannia

Und es können weiterhin Angebote gebucht werden, auch für die Wintermonate mit Hallensport. Die Kooperationsvereinbarung zwischen Alemannia Aachen und der Städteregion ist im vergangenen Jahr um weitere fünf Jahre verlängert worden. „Gemeinsam mit dem Bildungsbüro der Städteregion Aachen haben wir die verschiedenen Formate für Kinder und Jugendliche als ganz besondere pädagogische Angebote entwickelt. Die Freude an der Bewegung steht dabei im Mittelpunkt. Unsere Trainerinnen und Trainer vermitteln den Kindern neben den sportlichen Fähigkeiten wichtige Themen wie Respekt, Teamplay und Sozialkompetenz“, sagt der Geschäftsführer der Alemannia, Sascha Eller.

Alle Informationen zur Bildungszugabe und das Buchungsformular gibt es unter: www.staedteregion-aachen.de/bildungszugabe.

(red)