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Abwassergebühren: 29 Cent mehr für den Kubikmeter Schmutzwasser

Abwassergebühren : 29 Cent mehr für den Kubikmeter Schmutzwasser

Während die „Regensteuer“ fast konstant bleibt, steigen die Kosten für das eigentliche Abwasser um rund neun Prozent.

Gescheitert ist die UWG mit ihrem Versuch, die Gebühr für das Niederschlagswasser in 2023 weiter zu senken. Mit den Stimmen von SPD/FDP, CDU und Teilen der Grünen bei Enthaltungen von Gudrun Messing und Bernhard Müller sowie den vier Nein-Stimmen der Unabhängigen folgte die Mehrheit des Betriebsausschusses der Argumentation der Verwaltung. Demnach werden, den gleichen Beschluss des Rates am 6. Dezember vorausgesetzt, im kommenden Jahr 1,09 Euro pro versiegeltem Quadratmeter fällig.

Die UWG hatte vorgeschlagen, in die Kalkulation weitere 30.000 von verbliebenen 39.399 Euro aus dem Überschuss 2020 einzurechnen. Bereits 30.000 Euro davon berücksichtigt hatte schon die Verwaltung. Daniela Meyer warnte davor, auch den Rest des Überschusses für 2023 zu berücksichtigen: „Dann haben wir im kommenden Jahr keine ausgleichende Überschüsse mehr“, so die stellvertretende Fachbereichsleiterin des Finanzwesens. „Das führt nur zu einem großen Auf und Ab bei den Gebühren“, so Meyer zum UWG-Vorschlag.

Mit 1,08 Euro/m2 war Roetgen bei der „Regensteuer“ – bei insgesamt 1.055.100 m² angeschlossene Grundstücksflächen – dieses Jahr gestartet. Nach einem OV-Urteil zur kalkulatorischen Verzinsung wurde neu kalkuliert und die Sätze korrigiert. Rückwirkend für das laufende Jahr wird die Gebühr mit 1,03 Euro/m2 festgesetzt. Die Differenz wird in Roetgen bei den Festsetzungen im kommenden Steuerbescheid berücksichtigt. Die Empfehlung wurde gegen die Stimme von Bernd Schurff und bei Enthaltung von Hans-Joachim Mathée (beide UWG) getroffen. Der Beschluss beinhaltet zudem, dass die Gebühr für Schmutzwasser in 2022 bei 3,50 Euro/m3 konstant bleibt.

Das wird sich für das kommende Jahr ändern. Schmutzwasser wird um rund 8 Prozent teurer und auf 3,79 Euro/m3 festgesetzt. Das entspricht ungefähr der Erhöhung der Umlage des Wasserverbandes Eifel-Rur, die von 1,256 auf 1,332 Millionen Euro auch in Folge der Investitionen in den Hochwasserschutz steigt. Allerdings ist auch die anteilige Erstattung der internen Verwaltungskosten um 14 Prozent auf 166.000 Euro sowie der Kosten des Bauhofes um 5 Prozent auf 33.500 Euro gestiegen.

Unter dem Strich wird ein finanzieller Aufwand von 1.441.974 Euro auf einen jährlichen Frischwasserverbrauch von 388.000 Kubikmeter in Roetgen umgelegt. Beim Niederschlagswasser beträgt der Gebührenbedarf 1.145.002 Euro: Davon entfallen 777.332 Euro auf private Flächen.

Insgesamt werden als Aufwand für die Abwasserbeseitigung 2.876.928 Euro im kommenden Jahr erwartet. Darin enthalten sind die Kosten der Übernahme des Abwassers aus Petergensfeld, was die Gemeinde Raeren mit 130.000 Euro pauschal erstattet. Absehbar ist die Installation einer Messeinheit vorgesehen, um die zugelieferten Mengen spitz abrechnen zu können.