Roetgen: Roetgen will mehr Lebensqualität an der Bundesstraße

Roetgen: Roetgen will mehr Lebensqualität an der Bundesstraße

Die Bundesstraße 258 verbindet das Oberzentrum Aachen und die Autobahn mit den Tourismuszentren in der Nordeifel - und sie führt mitten durch Roetgen. In der kleinen Gemeinde am „Tor zur Eifel” macht man sich deshalb schon länger Gedanken, wie man verhindern kann, dass Touristen einfach nur hindurchfahren.

Ziel ist es, die subjektive Wahrnehmung der Autofahrer so zu beeinflussen, dass diese es als lohnend empfinden, von der B258 beispielsweise ins Ortszentrum Roetgen abzubiegen. Diese Beeinflussung ist indes weniger eine spirituelle denn eine gestalterische Herausforderung.

Aus diesem Grund hat die Gemeinde eine Entwicklungsstudie für die Ortsdurchfahrt in Auftrag gegeben und arbeitet an einer so genannten Lärmaktionsplanung.

Gemeinsam mit den Bürgern sollen die Ergebnisse diskutiert werden. Das Erscheinungsbild der Ortsdurchfahrt hat sich in den vergangenen Jahren „dramatisch verändert”, heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung. Unter anderem hätten sich die unverbauten Ausblicke auf die in Roetgen erstmals sichtbare und unverwechselbare Landschaft der Nordeifel deutlich verringert. Zudem seien regionaltypische Gebäudetypen und Freiraumelemente durch Abriss, Umgestaltung, Stellplätze usw. nur noch in Relikten erkennbar.

In Zusammenarbeit mit dem Aachener Planungsbüro BKR Castro und Hinzen ist die Gemeinde nun bemüht, diese Entwicklungen umzukehren und die Ortsdurchfahrt gestalterisch aufzuwerten - für Touristen und Einheimische gleichermaßen.

Einher mit dieser gestalterischen Komponente geht die Lärmaktionsplanung mit dem Ziel, ein gemeinsames Konzept zur Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm festzulegen, um schädliche Auswirkungen und Belästigungen durch Umgebungslärm zu verhindern ihnen vorzubeugen oder sie zu vermindern.

Eine Infoveranstaltung der Gemeindeverwaltung zum Thema B258 für alle Roetgener Einwohner findet am Donnerstag, 12\. November, um 18 Uhr in der Aula der Grundschule statt. Die Bürger können dort nicht nur mit diskutieren, sondern auch eigene Vorschläge unterbreiten, wie sie die „Lebensader Bundesstraße” künftig erhalten oder gestärkt sehen möchten.

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