Roetgen will auch auswärts gegen Würm-Lindern gewinnen

Vorschau Fußball-Bezirksliga : Germania will Niederlagen-Serie beenden

Vier von fünf verbleibenden Partien trägt Germania Eicherscheid auf eigenem Platz aus. Nur noch einmal (Huchem-Stammeln) müssen Marco Kraß und Kameraden reisen.

Die wohl interessanteste Aufgabe im Spielplan der Germanen ist für den 2. Juni angesetzt. Da kommt Aufstiegsaspirant Rasensport Brand zur Germania. Das Saisonfinale sehnen die Roetgener herbei. Der FC ist personell sehr schlecht gebettet und muss am Sonntag wieder mal viele Kilometer „abreißen“.

In Würm-Lindern wollen Cosler, Ajuja, Hilgers, Best, Korb und Co. die Serie verlorener Spiele endlich beenden. Keine Frage: Dieser Mann liebt seine Germania-Familie. Nach der deutlichen 1:4-Niederlage beim Aufsteiger FV Vaalserquartier stellte sich Eicherscheids Trainer Marco Kraß wie ein „Vater“ vor seine Jungs und ließ mögliche Kritik weitgehend abprallen. „Ich will jetzt nicht den Stab über den Kader brechen“, erklärte der Coach die Niederlage am ersten Maisonntag. Schließlich hatten die dauernd notwendigen personellen Veränderungen durch Krankheit, Schicht und Studium auch zur kurzen Instabilität beigetragen. Dieses Vertrauen nahmen die Germanen dann auch in das Spiel gegen Haaren mit und gewannen völlig verdient 2:1.

„Ich bin absolut zufrieden mit dem, was unsere Mannschaft in den letzten Wochen geleistet hat“, bezog Marco Kraß natürlich auch den Sieg über den Aufstiegskandidaten aus Kohlscheid mit ein. Nun will man die letzten fünf Spiele – beginnend gegen Mariadorf – „nutzen, um möglichst viele Punkte einzusammeln“. Gegen Mariadorf hat man am Sonntag noch etwas gutzumachen, weiß der Trainer. Auf Mariadorfer Asche kamen die Eicherscheider im vergangenen November nicht gut zurecht. Am Ende stand eine 0:2-Niederlage zu Buche. Die erste übrigens, nach zehn ungeschlagenen Partien in Folge. Marco Kraß: „Mariadorf hat sich in letzter Zeit deutlich verbessert. Wir werden die Ärmel hoch krempeln müssen.“

Wann spielt Alexander Keller wieder? Diese Frage ist weiterhin nach dem Platzverweis des Topstürmers offen. „Wir wissen es immer noch nicht“, kann der Roetgener Trainer Philipp Dunkel auch für das Auswärtsspiel in Würm-Lindern nicht konkret planen. Das verschärft die personelle Situation beim Tabellenfünften. Nach zuletzt drei Auswärtsniederlagen in Haaren, Beeck und Mariadorf ist der FC-Kader ein weiteres mal ausgedünnt.

„In Mariadorf mussten wir zwei Leute aus der Zweiten, die morgens schon gespielt haben, aufbieten und haben einen A-Junior dabei gehabt“, zeigt Philipp Dunkel auf. Trotz dieser knappen Verhältnisse verkauften sich die Roetgener recht achtbar. „Wir waren näher am 2:2, als Mariadorf am dritten Tor.“ Immer wieder begeleitete Pech die Gäste. Dennoch: „Es ist nun mal so gelaufen. Wir tun uns derzeit auswärts schwerer als auf heimischem Gelände“.

Dunkel würde es natürlich gerne sehen, „wenn wir den Hinspielerfolg (3:1) in Würm-Lindern wiederholen könnten“. Seinerzeit trafen Kelly Ajuja (2) und Alex Keller. Zum Thema Sperre für den Sportkameraden Keller hat Philipp Dunkel noch eine Anmerkung: „Er soll angeblich einen Kopfstoß begangen haben. Das kann man so nicht sagen. Ich habe das anders gesehen. Das als Tätlichkeit zu werten ist sehr weit hergeholt“, wünscht sich der Coach, dass der Spieler nicht zu hart bestraft wird.

(mali)
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