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Roetgen: Roetgen: Müll und Straßenfeger teurer

Roetgen : Roetgen: Müll und Straßenfeger teurer

Im nächsten Jahr müssen die Roetgener Bürger für Müllabfuhr und Straßenreinigung tiefer in die Tasche greifen.

Mit einstimmigen Beschlüssen folgte der Hauptausschuss den Empfehlungen des Rechnungsprüfungsausschusses.

Die Kalkulation der Müllabfuhrgebühren werde maßgeblich beeinflusst durch die Entgelte, die für Verbrennung bzw. Deponie an die AWA zu zahlen sind, erläuterte Bürgermeister Manfred Eis zur Berechnung der neuen Werte. Dabei wurden die Vorjahreswerte zugrunde gelegt.

Sollte es aber trotz der Aussagen der AWA im November noch zu gravierenden Änderungen kommen, müssten die Gebühren neu kalkuliert werden. Deshalb schlug der Verwaltungschef vor, die Abfallgebühren nicht schon - wie die übrigen Gebühren - in der Ratssitzung am 16.11. zu beschließen, sondern erst im Dezember. Dann könne man notfalls noch auf Änderungen reagieren. Auch dies wurde vom Ausschuss einstimmig gebilligt.

Mit diesen Jahresgebühren müssen die Bürger rechnen, in Klammern die Vorjahreswerte:

35-l-Tonne 157,80 Euro (147,60)
50-l-Tonne 221,64 Euro (206,64)
240-l-Tonne (neu) 1004,88 Euro
1100-l-Container wö. 8966,64 Euro (8236,20)
11100-l-Container 14-täg. 4584,00 Euro (4227,96) 1100-l-Container mtl. 2215,92 Euro (2023,44).

In diesen Gebühren ist die vierteljährliche Sperrgutabfuhr eingeschlossen.

Die Gebührensätze für den „Abfallsack” und „Weiße Ware/Kühlgeräte” blieben mit je 10 Euro unverändert. Auch der Grünschnitt bleibt mit fünf Euro für die „Kofferraumladung” bzw. 12,50 Euro für die „Anhängerladung” stabil. Hier soll bei Wiederbeginn der Sammlung im Frühjahr 2005 jedoch nur noch ein Standort - am Parkplatz Kuhberg - angeboten werden. Davon verspricht sich die Verwaltung weitere Einsparungen.

Bei den Straßenreinigungsgebühren ist der Rechnungsprüfungsausschuss dem Wunsch der Verwaltung, den Kostendeckungsgrad von 75 Prozent auf 85 Prozent zu erhöhen, nicht gefolgt. Das Straßenreinigungsgesetz hat vor einigen Jahren die 75-prozentige Deckungsgrenze aufgehoben.

Dennoch kommt es hier zu leichten Erhöhungen der Gebührensätze, die zum Beispiel für den Eigentümer eines Grundstücks mit 20 Meter Straßenfront je nach Klassifizierung eine Mehrbelastung von 1,40 Euro bis 1,80 Euro ergeben.

30 bis 75 Cent je Meter

Die Gebühren im Einzelnen:

Sommerreinigung für Straßen mit innerörtlichem Verkehr 0,33 Euro (+0,02), für Straßen mit überörtlichem Verkehr 0,30 Euro (+0,03). Winterwartung für Straßen mit Anliegerverkehr 0,75 Euro (+0,07); für Straßen mit innerörtlichem Verkehr 0,67 Euro (+0,06); für Straßen mit überörtlichem Verkehr 0,60 Euro (+0,05).

Bei der Berechnung der Winterwartung geht die Verwaltung von 24673 Metern Frontlänge an Anliegerstraßen, von 40536 Metern an innerörtlichen Straßen und von 22275 Metern an überörtlichen Straßen, insgesamt also von 87484 Metern aus.