Roetgen: Roetgen: Fast der Haushaltsausgleich

Roetgen: Roetgen: Fast der Haushaltsausgleich

Im Jahr 2016 hat die Gemeinde Roetgen nahezu einen Haushaltsausgleich hergestellt. Wie Bürgermeister Jorma Klauss nun mitteilte, konnte die Gemeinde den mit über drei Millionen Euro kalkulierten Fehlbedarf auf eine niedrige vierstellige Summe reduzieren.

Bereits im Rahmen der Gemeinderatssitzung am 9. Mai hatte die Verwaltung den Rat hinsichtlich des vorläufigen Jahresergebnisses für das Jahr 2016 dahingehend informiert, dass der geplante Jahresfehlbedarf in Höhe von 3,142 Millionen Euro deutlich reduziert werden konnte. Nachdem die Verwaltung den Jahresabschluss aufgestellt und die Gemeindeprüfungsanstalt NRW diesen geprüft hat, liegt nunmehr das endgültige Ergebnis des Jahres 2016 vor: Die Gemeinde konnte den Fehlbetrag auf nur noch 1614 Euro verringern und damit nahezu einen Haushaltsausgleich darstellen. Dies war zuletzt 2008 der Fall.

Einmalige Gründe

Die Gründe für die enorme Verbesserung waren allerdings zumeist einmaliger Natur. Während die Erträge aus der Grundsteuer B und der Gewerbesteuer rund 600.000 Euro über den Haushaltsansätzen lagen, sind die Gemeindeanteile an der Einkommensteuer und der Umsatzsteuer rund 125.000 Euro hinter den Ansätzen geblieben. Die Auswertung der Neuberechnung der Pensionsrückstellungen zum 31.12.2016 führte zu einer einmaligen Verbesserung von rund 1,1 Millionen Euro.

Diese Auflösungserträge sind dadurch entstanden, dass drei ehemalige Beamte verstorben sind und ein Beamter den Dienstherrn gewechselt hat. Außerdem wurden die geplanten Aufwendungen für die Versorgung und Unterbringung der Asylbewerber und Flüchtlinge durch die deutliche Reduzierung des Zustroms um rund 812.000 Euro gesenkt.

Ohne diese Verbesserungen hätte das Minus erneut bei rund einer Million Euro gelegen, ähnlich wie 2014 und 2015. Der Jahresabschluss wird im Rahmen der Ratssitzung am 19. Dezember endgültig festgestellt.

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