Nordeifel/Simmerath: Riesiger Festzug der Spielmannszüge in Simmerath

Nordeifel/Simmerath: Riesiger Festzug der Spielmannszüge in Simmerath

Jede Menge Musik und ein riesiger Festzug mit 23 Gruppen, darunter 14 Spielmannszüge, wurde den Interessierten beim 140. Verbandsfest der Vereinigten Spielmannszüge Nordeifel am Wochenende in Simmerath geboten.

Das große Fest wurde vom Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Simmerath veranstaltet und hatte am Freitagabend mit einem Sternmarsch begonnen, der schließlich in der Dreifachhalle Im Römbchen seinen Ausklang fand.

Dort hatte man dann am Samstag zum sogenannten „Eifel Festäng“ geladen, wo die Band „Vennomenal“ aufspielte. Auch wenn sich die Veranstalter hier einen größeren Zuspruch erhofft hatten, zeigten sich die rund 180 Besucher vom Sound der Band begeistert und feierten lange in die Nacht hinein. Schützenhilfe bei der „Umrüstung“ der Dreifachhalle hatte im Übrigen mit viel Man-Power die KG Sonnenfunken geleistet.

Traditioneller Frühschoppem

Am Sonntagmorgen ging die Festivität dann in der Simmerather Dreifachhalle weiter. Nach dem traditionellen Hochamt hatte man zum musikalischen Frühschoppen mit der Hansa-Blasmusik geladen, bevor ab 12.45 Uhr der Empfang der am Festzug teilnehmenden Vereine auf dem Programm stand. Schon zu diesem Zeitpunkt hatten sich hier viele musikbegeisterte Gäste eingefunden. Die Spielmannszüge wurden dabei von Sascha Hermanns, dem Leiter des Spielmannzuges der Simmerather Wehr, empfangen.

Höhepunkt des Tages war schließlich der Festzug, der von der Dreifachhalle in den Ort führte. Dabei herrschte unter den Gästen am Straßenrand häufig Unkenntnis über den Zugweg, da dieser vorab nicht veröffentlicht wurde. Im Festzug nahmen natürlich auch die jeweiligen Ortsvereine nebst Ehrengästen teil. Eifelverein, Kevelaer-Bruderschaft, KG Sonnenfunken, Landfrauen, Kameradschaftlicher Verein, Hansa-Gemeinschaft sowie die Schützenbruderschaft Simmerath und die Schützengilde Neuss nahmen gleichfalls am Festzug teil.

Für die musizierenden Vereine galt es, bezüglich der vorgenommenen Bewertung durch die Preisrichter auch auf das Marschieren zu achten. Alle teilnehmenden Spielmannszüge werden nach den vom Verband aufgestellten Kriterien bewertet. Dazu gehören Instrumentenhaltung, Größenordnung und Erscheinungsbild. Mit dem Vorbeimarsch am Festkomitee an der Dreifachhalle endete schließlich der Festzug, bevor mit dem „Kameradenlied“ der Verstorbenen gedacht wurde.

Zum Abschluss ertönte dann noch im gemeinsamen Spiel aller Verbandsvereine der „Fliegermarsch“. In der Halle präsentierte schließlich noch jeder Verein sein musikalisches Können auf der Bühne, bevor die Sieger des Solistenwertungsspiels geehrt wurden und fünf Festzugspokale an die Vereine gingen, die bei der Bewertung am besten abgeschnitten hatten.

Siegestrophäe nach Schmidt

In der Gesamtwertung der Spielmannszüge ging die Siegestrophäe in diesem Jahr nach Schmidt. Das dortige Tambour-Corps hinterließ bei den Bewertungsrichtern den besten Eindruck. Auf den weiteren Plätzen in der Gesamtwertung folgten Elsenborn, Rollesbroich, Kesternich und Konzen.

Auch in der Marschbewertung holte Schmidt die meisten Punkte. Dicht dahinter jedoch das TPK aus Rollesbroich, worüber sich Vorsitzender Achim Zumbrägel sichtlich freute. Auf dem dritten Platz landete das Königliche Tambourkorps Elsenborn.

Die Rangfolge in der Musikbewertung: Elsenborn, Strauch, Kesternich.

(ho)
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