Nordeifel: Rettungskräfte proben Gefahrgutunfall

Nordeifel: Rettungskräfte proben Gefahrgutunfall

In Monschau haben rund 85 Einsatzkräfte aus der Städteregion Aachen jetzt einen Gefahrgutunfall simuliert. Bei der Übung lief die Zusammenarbeit der beteiligten ehrenamtlichen Einheiten von Feuerwehr und Deutschen Roten Kreuz (DRK) in der Städteregion Aachen sehr gut.

Die regelmäßigen Übungen sind wichtig, um beispielsweise die gemeinsame Arbeit bei der Dekontamination von Verletzten und Einsatzkräften für den Ernstfall zu proben.

Zehn Angehörige der Jugendfeuerwehr Monschau-Konzen waren geschminkt, um mögliche Verletzungen zu simulieren. Angenommen wurde, dass die Jugendlichen mit einer Chemikalie in Berührung gekommen waren und deswegen medizinisch versorgt werden mussten. Zudem musste auch der fachmännische Rat eines Chemikers eingeholt werden.

Bei der Übung in Monschau gelang es den 85 Einsatzkräften von Feuerwehr und DRK schnell, drei parallele Plätze zur Dekontamination in Betrieb zu nehmen. Trotz der extremen sommerlichen Hitze wurden alle Ziele der Übung erreicht. Sämtliche Einsatzkräfte haben fachlich fundiert mit dazu beigetragen, einen weiteren Schritt zur nahtlosen Zusammenarbeit der beteiligten Einheiten zu machen.

Ausgearbeitet wurde die Übung von Patrick Call und Thomas Palm vom Löschzug Konzen-Imgenbroich der Feuerwehr Monschau. Unter der Gesamtleitung von Guido Schmitz waren die Dekontaminations-Einheiten aus der Städteregion Nord (Herzogenrath-Merkstein), der Städteregion Süd (Monschau), der Löschzug Konzen-Imgenbroich, der ABC-Zug der Feuerwehr der Stadt Aachen sowie die Messeinheit der Feuerwehr Eschweiler beteiligt. Den Container zur Dekontamination von Verletzten brachte das DRK in Stellung.

Zur Beobachtung des Übungsgeschehens hatten sich zahlreiche Besucher eingefunden. So waren unter anderem der Leiter des Ordnungsamtes Monschau, Vinzenz Klein, der Leiter der Feuerwehr Monschau, Falk Classen, der Fachberater Chemie, Hartmut Prast, sowie Kreisbrandmeister Bernd Hollands vor Ort. Zahlreiche Angehörige von DRK und Feuerwehr nutzten die Gelegenheit, um sich ein Bild von den umfangreichen Möglichkeiten zur Dekontamination zu machen.

Immer wieder werden Einsatzkräfte, vor allem bei Lagen mit Gefahrgütern, mit Situationen konfrontiert, bei denen zur eigenen Sicherheit besondere Schutzkleidung getragen werden muss. Auch Zivilpersonen können bei Unfällen mit Gefahrgütern in Berührung kommen und diese über die Haut oder die Atemwege aufnehmen.

Bei solch einem Einsatz gilt es, noch vor Ort die Personen und auch die Schutzkleidung zu reinigen und zu untersuchen, also zu dekontaminieren. Je nach Umfang der Verunreinigung kommen dabei verschiedene Systeme zur Anwendung, die bei den Feuerwehren vorgehalten werden.

Sind Personen kontaminiert und verletzt, müssen sie bei solch einer Einsatzlage entsprechend behandelt und untersucht werden. Dazu hat das Land NRW auch für die Städteregion Aachen einen speziellen Abrollbehälter bereitgestellt. Zudem werden speziell medizinisch ausgebildetes Personal und Kräfte des Rettungsdienstes benötigt. In der Städteregion kommen dabei Helfer des Roten Kreuzes und der Feuerwehren zum Einsatz.