Eicherscheid: Reit- und Fahrverein Eicherscheid feiert einen ereignisreichen Tag

Eicherscheid: Reit- und Fahrverein Eicherscheid feiert einen ereignisreichen Tag

Für die Akteure auf den Plätzen und für die zahlreichen Zuschauer, die den Weg zur Reitanlage „Im Rott“ gefunden hatten, war das Programm am Sonntag gleichermaßen interessant. Drei Veranstaltungen hatte der Reit- und Fahrverein Eicherscheid in einen abwechslungsreichen Tag gepackt: ein Fahrturnier mit Kreismeisterschaften, ein Turnier für Freizeitreiter und ein Kaltblutturnier.

„Wir wollen unsere Helfer nicht überstrapazieren“, sagte der 1. Vorsitzende, Hans-Willi Schophoven, „da wir zum Glück über mehrere Plätze verfügen, können wir parallel drei Veranstaltungen laufen lassen und den Pferdefreunden Gelegenheit bieten, sich an der Vielfalt des Pferdesports zu erfreuen.“

Besonders die „Dicken“ zogen alle Blicke auf sich, da hatte sich Burkhard Hilgers im Vorfeld viele Gedanken gemacht, wie man die speziellen Eigenschaften der Kaltblüter ins Licht rücken und ihre erstaunlichen Fähigkeiten demonstrieren könnte. Er selbst gab die Kommentare dazu und erläuterte dem Publikum, worauf es ankam. Wenn so ein Brabanter, der fast 900 Kilogramm auf die Waage bringt, auf die leise Stimme des Pferdeführers hört, behutsam die Füße hebt, um über ein niedriges Hindernis zu klettern und dabei eine 15 Meter lange Holzstange hinter sich her zieht — da kommt man schon ins Staunen. „Die Zusammenarbeit der Beiden muss funktionieren“, sagte Burkhard Hilgers, der anschließend zur Vorstellung eines „Neuen“ im Parcours bemerkte: „Der hat noch nicht die Erfahrung, er arbeitet normalerweise im Wald. Da gibt es keine im Wind flatternden Fahnen wie hier, und es fällt ihm schwer, sich zu konzentrieren. Aber er hat Vertrauen zum Chef, das macht es aus.“

Zum kniffligen Parcours gehörten Tore, durch die ein langer Stamm gezogen werden musste. Auch das Aufladen von Langholz auf ein Gerüst wurde verlangt, hier waren viel Augenmaß und Geschicklichkeit gefragt. Um Kraft ging es beim Schlittenziehen, drei Minuten musste eine Last konstant gezogen werden. Richtig arbeiten hieß es beim Stammholzziehen über eine Distanz von 40 Metern.

Von den insgesamt 18 Kaltblütern, die aus der Eifel, von der Ahr, aus Belgien und Luxemburg gekommen waren, war Bello von Stefan Rauw der Beste, er ist ein professioneller Holzrücker aus Belgien. Den zweiten Platz erreichte Leo Burnotte mit Jeff; Dritter wurde Jean Paul Heck mit Sepp. Bernhard Ungermann aus Höfen freute sich über Platzierungen an vierter und fünfter Stelle, und zwar mit Richard und Aaron.

Nebenan sah man die Freizeitreiter beim Lösen ganz besonderer Aufgaben: 13 Einzelstarter hatten sich zu fünf Teams zusammengetan. Anja Franssen hatte sich wie stets einen außergewöhnlichen „Trail“ ausgedacht. Im Trab wurden kleine Hindernisse überwunden, im Schritt ging es über Stangen mit unterschiedlichem Abstand — hier wurde „Windbruch“ simuliert, ruhig und aufmerksam absolvierten die Teams diese Aufgaben.

Durch flatternde Bänder musste man reiten und schließlich zu Pferd bunte Luftballons zum Platzen bringen — das gelang nur den Coolsten! Vorher hatten die Teilnehmer schon einen interessanten Geländeritt absolviert und an zwei Stationen Fragen beantwortet und Rechenaufgaben gelöst. „Wir freuen uns sehr, dass es nicht regnet, das hebt die Laune bei den Helfern und den Reitern“, lachte Anja Franssen, die viel Lob für die gute Vorbereitung und Organisation bekam.

In der Teamwertung gewann Team „Riding Heros“ mit Jaqueline Peters, Nadja Steudel und Andreas Carls, Zweiter wurde Team „Die Mädels“ mit Janina Jung, Sarah Pastern und Sabine Wilde, Dritter wurde Team „Los Caballos Negros“ mit Kathrin Köller und Alina Nießen. In der Einzelwertung siegte Jaqueline Peters auf Pascha vor Kim Trenker auf Nalin und Jessica Esser auf Shakira.

(ale)