Strauch: Reise nach Spanien wird bei der Kriminalkomödie zum Abenteuer

Strauch: Reise nach Spanien wird bei der Kriminalkomödie zum Abenteuer

120 Minuten ansprechende Unterhaltung haben zwölf Darstellerinnen des Frauen- und Müttervereins Strauch bei der Aufführung der Kriminalkomödie „Caramba Karacho in der Finca del Bacho“ von Beate Irmisch geboten. Nahezu ausverkauft waren an allen drei Abenden die Aufführungen im Straucher Pfarrheim, in dem für die Besucher 130 Plätze zur Verfügung standen.

Der Frauen- und Mütterverein Strauch wurde 1953 gegründet und zählt derzeit 220 Mitglieder. Seit 50 Jahren führt der Verein Theaterstücke auf, wobei diese zuerst im Saal Lutterbach dargeboten wurden. Aufgrund fehlender Räumlichkeiten sahen sich die Verantwortlichen des Vereins in der Folgezeit gezwungen, für ihre Proben und Aufführungen den Saal bei Achim und Elke in Konzen anzusteuern.

Durch den Bau des neuen Pfarrheims verlagerten sich die Aktivitäten des Vereins dann wieder nach Strauch. Seit sechs Jahren führt der Verein im Wechsel mit dem Straucher St.-Josefs-Verein Theaterstücke auf. Nach der Premieren-Aufführung „Tango zum Leichenschmaus“ stand nunmehr die Komödie in drei Akten von Beate Irmisch auf dem Programm.

Angelika Strauch, die 1. Vorsitzende des Frauen- und Müttervereins, die selbst auch eine Rolle im Theaterstück übernahm, berichtete: „Schön, dass sich zum Theaterstück mit Aline Breuer, Annika Fecht, Doris Breuer und Elke Winter vier Darstellerinnen, die erstmals auf der Bühne standen, zur Verfügung gestellt haben. Die Altersstruktur derjenigen, die sich vor dem Publikum präsentieren, liegt zwischen 20 und 70 Jahren. Seit Anfang Oktober standen zwei wöchentliche Proben, die sehr harmonisch verliefen, auf der Agenda. Ein Probewochenende im Pfarrheim wurde intensiv genutzt.“

Der Bühnenbereich war zu einer Finca umgebaut worden. Den Zuschauern wurden Eindrücke einer gemütlichen Atmosphäre in einem Haus nach südländischem Stil vermittelt.

Herbe Enttäuschungen

Zum Inhalt des Theaterstücks: Urlaubszeit ist die schönste Zeit, vor allem dann, wenn man schon seit einigen Jahren keine Reise mehr gemacht hat. Per Internet hat Mutter Ulla Sauerbier (Janine Strauch) bei einem spanischen Reiseunternehmen eine Finca mit Pool in der spanischen Provinz gebucht. Voller Vorfreude macht sich die Familie mit Oma Adele (Annemarie Matheis) in ihrem kleinen VW auf den Weg nach Spanien. Dort angekommen müssen alle eine herbe Enttäuschung hinnehmen.

Die im Internet so gemütliche und doch als luxuriös angepriesene Finca entpuppt sich als ein altes Gehöft und der Pool als abgestandene Pfütze. Zu allem Überfluss hat das dubiose Reiseunternehmen das Anwesen zur gleichen Zeit an Familie Reich (Annika Fecht, Gisela Virnich, Katja Semleit) vermietet.

Und wenn so ein kleines, abgelegenes Gehöft dann auch noch Umschlagplatz dubioser Geschäfte eines Gangstertrios (Heike Löhrer, Angelika Strauch, Aline Breuer) mit deutschen Wurzeln ist, gibt es eben ein „Caramba Karacho“.

In weiteren Rollen standen Reinhilde Braun, Karin Scheen, Elke Winter und Doris Breuer auf der Bühne. Als Souffleusen wechselten sich Hedy und Evelyn Breuer ab. Für die Technik zeichnete Wolfgang Johnen verantwortlich. Zum Theaterstück wurden sehr viele Requisiten verwendet, so dass Iris Haskenhoff und Carola Niessen alle Hände voll zu tun hatten. Am Bühnenaufbau hatten sich neben den Mitgliedern des Frauen- und Müttervereins auch Helfer des St.-Josefs-Vereins beteiligt.

(ame)