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Reger Ausflugsverkehr am Rursee

Trotz Corona : Reger Ausflugsverkehr am Rursee

Der behördliche Aufruf, die Naherholungsgebiete in der Nordeifel trotz Frühlingswetters nicht aufzusuchen, ist am Wochenende nicht überall angekommen. Vor allem Sonntag herrschte rund um den Rursee starker Ausflugsverkehr von Zwei- und Vierrädern.

„Wir müssen uns darauf beschränken, Parksünder zu verwarnen und größere Gruppen auseinander zu bitten“, berichteten die beiden Überwachungskräfte der Gemeinde Simmerath am Nachmittag auf dem vollbesetzten Parkplatz am (geschlossenen) Kiosk auf dem Paulushofdamm. Die Kennzeichen der Autos und Motorräder ließen vermuten, dass die überwiegende Zahl der Besucher nicht aus der Eifel, sondern aus der gesamten Städteregion und vor allem aus den Ballungszentren Mönchengladbach, Köln, Düsseldorf, Neuß, Bergheim und Bonn an den Rursee gekommen waren.

„Die meisten Menschen sind einsichtig, wenn man sie auf die Abstandsregeln hinweist“, meinten die Mitarbeiter der Gemeinde, die es in den allermeisten Fällen auch bei mahnenden Worten beließen. Nur für ein paar wenige Uneinsichtige wurde die Polizei hinzugerufen, die ebenfalls am Rursee im Einsatz war. Gespannt darf man sein, wie sich der Ausflugsverkehr in den kommenden Osterferienwochen und am Osterwochenende entwickelt.

 Trotz der behördlichen Bitte, aufgrund der Beschränkungen durch die Coronaepidemie die Naherholungsziele in der Eifel zu meiden, herrschte am Sonntag rund um den Rursee reger Ausflugsverkehr. Das Simmerather Ordnungsamt musste sich darauf beschränken, größere Menschengruppen zu trennen und Parksünder zu verwarnen.
Trotz der behördlichen Bitte, aufgrund der Beschränkungen durch die Coronaepidemie die Naherholungsziele in der Eifel zu meiden, herrschte am Sonntag rund um den Rursee reger Ausflugsverkehr. Das Simmerather Ordnungsamt musste sich darauf beschränken, größere Menschengruppen zu trennen und Parksünder zu verwarnen. Foto: Heiner Schepp

1259 positiv Getestete

 Die Liegewiesen am Antoniushof nutzten trotz des frühlingshaften Wetters nur wenige Ausflügler. Die meisten beließen es bei einem Spaziergang.
Die Liegewiesen am Antoniushof nutzten trotz des frühlingshaften Wetters nur wenige Ausflügler. Die meisten beließen es bei einem Spaziergang. Foto: Heiner Schepp

Indes haben sich gemeinsam tagenden Krisenstäbe der Stadt Aachen und der Städteregion Aachen auch am Samstagmorgen erneut getroffen, um die aktuelle Lage in Sachen Corona-Virus zu besprechen. Dabei wurde festgehalten, dass es insgesamt in der Städteregion nunmehr 1259 positive Fälle gibt, davon 651 in der Stadt Aachen. 578 ehemals positiv auf das Coronavirus getestete Personen sind inzwischen wieder gesund. Wie an den Vortagen wies die Städteregion jedoch erneut darauf hin, dass die Zahl der Wiedergenesenen in der offiziellen Statistik von der Gesamtsumme der Corona-Fälle nicht abgezogen werde. Der somit inoffizielle Stand an infizierten Personen in der gesamten Städteregion stieg nach diesen Zahlen von Freitag (661) bis Sonntag (681) um 20 an.

 Trotz der behördlichen Bitte, aufgrund der Beschränkungen durch die Coronaepidemie die Naherholungsziele in der Eifel zu meiden, herrschte am Sonntag rund um den Rursee reger Ausflugsverkehr. Das Simmerather Ordnungsamt musste sich darauf beschränken, größere Menschengruppen zu trennen und Parksünder zu verwarnen.
Trotz der behördlichen Bitte, aufgrund der Beschränkungen durch die Coronaepidemie die Naherholungsziele in der Eifel zu meiden, herrschte am Sonntag rund um den Rursee reger Ausflugsverkehr. Das Simmerather Ordnungsamt musste sich darauf beschränken, größere Menschengruppen zu trennen und Parksünder zu verwarnen. Foto: Heiner Schepp

Die Zahl der aus den städteregionalen Krankenhäusern gemeldeten Todesfälle liegt seit Freitag bei 27. „Alle bislang gestorbenen, auf das Corona-Virus positiv getesteten Patienten gehörten nach den vorliegenden Informationen zu den Risikogruppen, hatten multiple Vorerkrankungen und/oder geschwächte Immunsysteme nach Krebserkrankungen“, ergänzte die Pressestelle auch am Freitag.

 Trotz der behördlichen Bitte, aufgrund der Beschränkungen durch die Coronaepidemie die Naherholungsziele in der Eifel zu meiden, herrschte am Sonntag rund um den Rursee reger Ausflugsverkehr. Das Simmerather Ordnungsamt musste sich darauf beschränken, größere Menschengruppen zu trennen und Parksünder zu verwarnen.
Trotz der behördlichen Bitte, aufgrund der Beschränkungen durch die Coronaepidemie die Naherholungsziele in der Eifel zu meiden, herrschte am Sonntag rund um den Rursee reger Ausflugsverkehr. Das Simmerather Ordnungsamt musste sich darauf beschränken, größere Menschengruppen zu trennen und Parksünder zu verwarnen. Foto: Heiner Schepp

Zum Wochenende erging erneut ein eindringlicher Appell der Städteregion an die Bevölkerung: „Mit Blick auf das schöne Wetter am Wochenende bitten die Ordnungsbehörden von Stadt und Städteregion Aachen dringend darum, möglichst auf Fahrten in die nahegelegenen Erholungsgebiete – zum Beispiel in die Eifel – zu verzichten.

Die Bundesregierung und die Landesregierungen haben zudem alle Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, auf die üblichen Familienbesuche an Ostern zu verzichten. Alle Menschen sollten generell von privaten Reisen und Besuchen – auch von Verwandten – Abstand nehmen.“

Abschließend hieß es: „Die Krisenstäbe weisen darauf hin, dass die beschlossenen Maßnahmen eingehalten werden müssen. Das Ziel, die sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes auf ein Minimum zu reduzieren, um besonders gefährdete Personengruppen zu schützen, steht hinter allen Maßnahmen. Diese Zielsetzung gilt auch im öffentlichen Raum bei schönem Wetter – in Parks, in Wäldern, auf Plätzen. Die Krisenstäbe bitten um solidarisches Verhalten.“