Schmidt: Regatta gerät ins Unwetter: Pitschnass und etwas blass

Schmidt: Regatta gerät ins Unwetter: Pitschnass und etwas blass

Diese Regatta wird den Seglern des TuS Schmidt noch lange in Erinnerung bleiben: Stürmische Böen bliesen die Teilnehmer am Sonntag ins Ziel. Es fing alles ganz ruhig an, als am Samstag das Signal zum ersten Lauf ertönte. Neun Teilnehmer lauerten mit gehissten Segeln auf den besten Startplatz, um dann gemächlich auf Kurs zu gehen. Doch wie bestellt frischte der Wind aus Nordost auf.

Es ging zunächst in Richtung Schwammenauel zur Boje Neun, dann zur Boje Acht und hinüber zur Sieben am Rieseberg. Zwischen der Acht und der Sieben mussten die Teilnehmer die Ziellinie durchfahren. Dabei konnten die Zuschauer ein wunderschönes Bild genießen, als die Boote in dichter Phalanx mit geblähten Segeln vorüber zogen.

In weniger als eineinhalb Stunden waren alle im Ziel. Nach diesem tollen Lauf konnten es die Teams gar nicht erwarten, wieder loszufahren. Und als beide Läufe beendet waren, gings ans Ausrechnen der Ergebnisse. Bei dieser Regatta starten Boote der unterschiedlichsten Bauart. Um ein gerechtes Ergebnis zu erzielen, werden die gefahrenen Zeiten durch die Yard-Stick-Zahl dividiert, ein international anerkanntes Verfahren.

Deshalb wurde die Auswertung mit Spannung erwartet. Und es gab eine dicke Überraschung: Tobi Rank und Marcel Beyard, die erst eine Woche zuvor den Segelschein erhalten hatten, segelten keck auf den dritten Platz. Zweiter wurden Berthold und Gertrud Jung, Tagessieger wurden Otto und Helga Wergen.

An den Segeln gezerrt

Am Sonntag nahm man zunächst Kurs auf den Rieseberg, die kleine Insel musste umfahren werden. Dann ging es zur Boje Sechs hinter dem Eschauel, zurück zur Boje Sieben, zur Boje Acht und ins Ziel. Diesmal rauschten Ramona Jung und Stefan Hilgers mit erstaunlichem Abstand als Erste über die Ziellinie. Dies gelang ihnen zu ihrem Glück beim zweiten Lauf wieder, denn im Nu hatten sich dunkle Wolken zusammengebraut, und ein scharfer Wind zerrte an den Segeln.

Die Mutigsten der übrigen Teilnehmer schossen mit starker Krängung in Richtung Heimat, einige beeilten sich, die Segel zu reffen. Manch einer kam erleichtert und etwas weiß um die Nase am Steg an. Alle wurden pitschnass, doch niemand kam zu Schaden, lediglich ein Sonnenschirm erhob sich in die Luft, fiel ins Wasser und konnte nicht gerettet werden.

Nach einer halben Stunde war das Unwetter jedoch weggezogen, sodass die Siegerehrung stattfinden konnte: Dritter der Regatta wurde Berthold Jung mit seiner Frau Gertrud, Otto und Helga Wergen belegten den zweiten Platz.

Der Regattasieg und der Pokal des Vereinsmeisters war eine schöne Belohnung für die strahlende Crew vom Kielzugvogel „Poco Loco”: Ramona Jung und Stefan Hilgers hatten sich mit viel Können und ein wenig Glück den Sieg erkämpft.

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